Lied

77

Sieh die Helden aller Zeit

1.
Sieh die Helden aller Zeit,
Die für Gott warn treu im Streit,
Wie sie, in den Staub gebeugt,
Einst Geduld im Leid erzeigt.
Doch der Höchste sie erhöhte,
Lohnte ihre Mühn und Nöte.
/: Welch ein Heldenlauf! :/
2.
Henoch war ein Gottesmann,
Er mit Gott ging seine Bahn.
Lebt' verborgen einst mit Gott,
Ging in «Jesu Christi Tod».
Er war ja von Gott geboren,
Der ihn selbst hat auserkoren,
/: Ihn zu sich zu ziehn. :/
3.
Und auch Noah glaubte Gott,
Tat getreu, was er gebot.
Wasser kam und schonte nicht,
Dies war Gottes Strafgericht.
In der Arche Rettung fand man,
Noah wurde dann ein Landmann.
Wein er baute an
In des Herren Land.
4.
Der Freund Gottes, Abraham,
Seinen Sohn zurückbekam,
Den auf Erd er gab dahin,
Völkervater ward durch ihn.
Fremder im Gelobten Lande,
Er sich hin zur Heimat wandte,
Wo die Braut daheim
Gast wird er dort sein.
5.
Joseph kannte unsern Gott,
Darum litt er für sein Wort.
Tief erniedrigt wurde er,
Dann Ägyptens Landesherr.
Gott blieb treu er auf dem Throne,
Denn er dachte an die Krone,
Dort in Zions Stadt,
Gottes Heldenstadt.
6.
Mose stand vor Gott, ja sieh,
Gottesfurcht ihm Mut verlieh.
Er in seines Gottes Macht
Hat das Hohe klein gemacht,
Beugte stolzer Menschen Herzen,
Fand den Weg durch Not und Schmerzen.
Wunderbarer Mut,
Christi Kämpfer Mut!
7.
Einem Ölbaum gleich wir sehn
In dem Tempel David stehn.
Er besiegte Goliath,
Litt durch Absalom Verrat.
Hoch erhöht und tief gebeuget
Hat er wahre Treu erzeiget.
Er in Gottes Rat
Ging den Friedenspfad.
8.
Sieh den Helden, Jesus Christ,
Er die Heldenreihe schließt,
Doch zugleich er Erster ist,
Gottes Fülle er erschließt.
Er den Kampf der Braut begleitet
Und zur Hochzeit sie geleitet.
Seinem Tode gleich,
Erbt sie mit sein Reich.
Verfasst 1915 von Ole Skiaker (veröffentlicht 1916)Text © Stiftelsen Skjulte Skatters ForlagNorway ⋅ F