Lied

21

Mein Jesus, der du kennst des Herzens Sinnen

1.
Mein Jesus, der du kennst des Herzens Sinnen,
Vor dir ist nichts verborgen noch verhüllt.
In Not ich durfte Zuflucht bei dir finden.
Du alles schufst, es ist von dir erfüllt.
2.
Mein Heiland, lass mich wie du bist dich sehen,
Ja, ziehe mich, dir nach will laufen ich.
Dein Wort ist wahr, du ohne anzusehen
Stets richtest recht, dein Feuer reinigt mich.
3.
Lass mich durch deine Gnade Wurzeln finden
Tief in Gerechtigkeit und Wahrheit nun,
Und wenn des Fleisches Stützen alle schwinden,
Gib Gnade dann, in deinem Wort zu ruhn.
4.
Gib mir mehr Kraft, den Glaubenskampf zu kämpfen,
Das Banner hissen, lärmet auch der Feind.
Lass nichts das Leuchten meiner Lampe dämpfen
Und allzeit Öl in meiner Kanne sein.
5.
Bewahre mich vor hohem, eitlem Trachten,
Zu baun mit Heu und Stroh, die doch vergehn.
Dir will ich dienen, Kleines nicht verachten,
Mein Leben dann im Feuer kann bestehn.
6.
Du mögest mich vor Selbstbetrug bewahren,
Zu glauben, dass ich reich und stark sei hier.
Lass jede falsche Hoffnung von mir fahren,
Denn du mich prüfst und du bist nah bei mir.
7.
Lass deine Langmut mir zum Heil gereichen,
Solang ich Gnade noch bekommen kann.
Ich will mich richten und vom Unrecht weichen,
Dann nimmst du dich auch meiner Sache an.
Geschrieben von Thorleif Hansen (veröffentlicht 1914)Komponiert von Ira David SankeyText © Stiftelsen Skjulte Skatters ForlagNorway ⋅ G