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Am Freitag, den 3. April 2026, nahmen wir Abschied von unserem lieben Freund, Bruder, Vater und Diener des Herrn, Arild Tombre. Rund 5000 Glaubensgeschwister versammelten sich zur Gedenkfeier auf Brunstad, und viele verfolgten den Tag auch per Übertragung. Da dieses Ereignis auf den ersten Tag der Osterkonferenz fiel, hatten viele Freunde aus verschiedenen Ländern die Möglichkeit, anwesend zu sein. Gott wirkte an diesem Tag in besonderer Weise, und für viele wurde daraus eine Erweckung, ihn in Gottesfurcht zu suchen – mit Ernst und Freude im Herzen. Arild Tombre wurde am 8. Mai 1932 in Oslo geboren, und bereits im Alter von 9 Jahren, mitten im Ernst des Krieges, traf er seine persönliche Entscheidung, Jesus nachzufolgen. Diese Entscheidung zog sich wie ein roter Faden durch sein ganzes Leben. Schon in jungen Jahren engagierte er sich in der Missionsarbeit der Gemeinde, und ab 1953 reiste er mit den Brüdern an viele Orte – Reisen, die den Grundstein für die Ausbreitung der Gemeinde in Europa legten. Seine Sprachkenntnisse in Englisch, Deutsch, Französisch und Niederländisch öffneten viele Türen und machten ihn zu einem wertvollen Helfer in dieser Arbeit. 1963 ließ er sich in Frankreich nieder, wo er sich über 50 Jahre lang für die Erbauung von Christi Leib einsetzte. Bis zuletzt kämpfte er den guten Kampf des Glaubens. Sein Leben ist für alle, die ihn kannten, ein lebendiges Vorbild in den Fußspuren Jesu. Wir erhielten einen bewegenden Einblick in seinen Lebensweg, als sein Sohn Einar zu Beginn der Trauerfeier den Lebenslauf vorlas. Ihm und seiner geliebten Mirjam – seiner treuen und außergewöhnlichen Mitarbeiterin über mehr als fünfzig Jahre – wurden zwölf Kinder geschenkt. Durch ein Leben voller Liebe, Treue und Gottesfurcht bauten sie gemeinsam eine große und reich gesegnete Familie auf. Kåre J. Smith erinnerte uns daran, dass Arild Tombres Vaterherz weit mehr als nur die eigene Familie umschloss. Durch ein langes Leben im Dienst durfte er vielen Menschen zum Segen werden – geistlichen Kindern, denen die Gnade zuteil wurde, ihn kennenzulernen, und die sein Erbe in ihrem eigenen Leben weitertragen. Es wurde aus 2. Johannes 1,1–2 gelesen – Worte, die besonders treffend für ihn waren: „Der Älteste an die auserwählte Herrin und ihre Kinder, die ich lieb habe in der Wahrheit, und nicht allein ich, sondern auch alle, die die Wahrheit erkannt haben, um der Wahrheit willen, die in uns bleibt und bei uns sein wird in Ewigkeit: ... “ Kåre J. Smith legte uns ans Herz, dass es der Geist der Wahrheit ist, der frei macht und uns auf den Weg des Heils führt. Unser Wachstum und Fortschritt im Heil sind untrennbar damit verbunden, wie wir die Wahrheit lieben. Arild Tombre wurde die Fülle Christ in großem Maß zuteil, und es wird ein gesegnet sein, ihm in der Ewigkeit wieder zu begegnen – ihm, der die Wahrheit so liebte und sie bis zuletzt auslebte. Wie Petrus, der Jesus über alles liebte und ein offenes Herz für die Stimme der Wahrheit hatte, wurde Arild ein lebendiger Stein im geistlichen Haus, das Christus baut (Matth. 16,18). Denn die Gemeinde Christi ist ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit (1. Tim. 3,15). Alles, was in ihr geschieht, muss im Einklang mit dem Geist der Wahrheit sein, ohne dass irgendetwas das klare Licht der Wahrheit verdunkelt. Wir verstehen gut, dass es große Gnade von Gott erfordert, die Wahrheit auszuleben. Paulus bezeugte selbst, dass die Gnade an ihm nicht vergeblich gewesen war (1. Kor. 15,9–10). Dasselbe konnten wir im Leben von Arild Tombre sehen: ein Leben, in dem Gottes Gnade Großes durch einen demütigen Diener bewirkt hatte. Es ist groß, in Demut zu Gott zu kommen, aber noch größer ist es, die Demut bis zum Ende zu bewahren – und genau dafür war sein Leben ein lebendiges Zeugnis. Marc Auchet, der viele Jahre ein enger Mitarbeiter von Arild Tombre in Frankreich war, bezeugte ein Leben, das Segen gebracht hatte – ein Leben in den Fußspuren von Jesus und Paulus, fern von den Dingen dieser Welt. Seine Worte aus Philipper 3,17 wurden eine Ermahnung an uns alle: Brüder, folgt meinem Beispiel! „Ahmt mit mir Christus nach, Brüder und Schwestern, und seht auf die, die so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt.“ Mögen wir alle weiter in der Spur gehen, der Arild Tombre folgte, und mit Hilfe des Geistes auf diesem Weg bleiben. Es war bewegend zu sehen, wie die große Schar auf dem Festplatz mit WdH 24 ein letztes Lebewohl sang: „Freude herrscht im Himmel droben, wenn die Heiligen ziehn ein. Los und frei von Plag und Sorgen gehn sie in ihr wahres Heim. Dieses ist ja weitaus besser als auf Erd die größte Freud. Sie nun können sein zusammen mit dem Herren allezeit.“ Nun hat Arild Tombre seinen Lauf vollendet und die himmlischen Säle erreicht. Und viele schlossen sich im Herzen den letzten Worten an, die sein Sohn Einar vorlas: „Lieber Papa, danke, dass du uns durch dein Leben den Weg gezeigt hast – den Weg in den Fußspuren Jesu! Dein Andenken wird in unseren Herzen weiterleben. Wir sehen uns wieder!“ Die Gedenkfeier begann mit einem Film „Ein Mann, der Gemeinde baute“, der Einblicke in Arild Tombres Leben gab. Unter anderem sahen wir ein Interview, in dem Arild von der Entwicklung der Gemeinde berichtete und von dem inneren Drang, den die Brüder von Anfang an hatten, die Lehre weiterzugeben, die der Gottesfurcht entspricht. Er zitierte, was Aksel Smith auf seinem Sterbebett bezeugt hatte: „Nehmt die Lehre an, die zur Gottesfurcht führt; denn sie hat Bestand.“ Arild drückte seine tiefe Dankbarkeit darüber aus, dass er schon von Kindheit an mit gottesfürchtigen Menschen in Verbindung gekommen war. Und was das für sein Leben bedeutet hatte, davon konnten wir im Verlauf der Gedenkfeier etwas erahnen. Kåre J. Smith betonte, dass Arild Tombre ein gottesfürchtiger Mann war, der Gemeinschaft mit gottesfürchtigen Menschen suchte – und dass genau dies ihn zu einem „Baumeister“ in der Gemeinde machte. „Gott sei aber gedankt: Ihr wart Knechte der Sünde, aber nun seid ihr von Herzen gehorsam geworden der Gestalt der Lehre, an die ihr übergeben wurdet.“ (Röm. 6,17) Es gibt viele Lehren, aber es gibt nur eine Lehre, die von der Sünde befreit. Für diejenigen, die Gott von ganzem Herzen lieben und in wahrer Gottesfurcht leben, wird diese Lehre zum Leben. Solche Menschen werden fähig, Diener Gottes zu sein. Das wird beim Apostel Paulus deutlich, der es nicht wagte, von etwas anderem zu reden als von dem, was Christus durch ihn gewirkt hatte (Röm. 15,18–19). So haben wir Arild Tombre durch sein ganzes Leben hindurch erlebt. Kåre hob die ganze Hoffnung des Evangeliums hervor: Die Versöhnung ist ein Geschenk der Gnade, aber nachdem wir sie empfangen haben, beginnt Gottes Werk an uns, wenn wir auf dem neuen und lebendigen Weg wandeln, den Jesus für uns eingeweiht hat (Eph. 2,8–10). Für die meisten ist das Evangelium nur die Vergebung der Sünden, aber die Hoffnung, die das Evangelium gibt, ist weit mehr als die Versöhnung: Jesu Leben soll unser Leben werden, sodass wir heilig und untadelig vor seinem Angesicht dargestellt werden (Kol. 1,28). Arild Tombre war ein lebendiger Beweis dafür – er lebte, was er verkündigte, und konnte deshalb die Botschaft auf eine wirkungsvolle Weise anderen einschärfen. Bernt Aksel Larsen brachte seine tiefe Achtung vor Arild Tombre zum Ausdruck und las aus Offenbarung 2,2–5, wo Jesus von der ersten Liebe und den ersten Werken spricht. Mit der Person Jesus sollen wir Gemeinschaft pflegen. Was Gott in unser Herz spricht, dürfen wir niemals verlieren. So erlebte er Arild Tombre und bezeugte, wie er schon in seiner Jugend eine persönliche und echte Fürsorge erfahren hatte, die bleibende Spuren hinterlassen hat. Durch die Zeugnisse vieler Freunde entstand das Bild eines Mannes, der sich schon in seiner Kindheit dafür entschieden hatte, Gott zu dienen, und der sein ganzes Leben lang auf diesem Weg geblieben war. Er stand fest mitten in den Stürmen, hielt an seiner himmlischen Berufung fest und konnte mit Paulus sagen: „Aber ich achte mein Leben nicht der Rede wert, wenn ich nur meinen Lauf vollende und das Amt ausrichte, das ich von dem Herrn Jesus empfangen habe.“ (Apg. 20,24) Er war natürlich und einfach in seinem Wesen, schnell bereit, sich zu demütigen, und machte es sich zur Gewohnheit, sich selbst statt andere zu richten. Er war ein echter Vater in Christus, der überall, wo er hinkam, gottesfürchtige Menschen förderte. „Übe dich in der Gottesfurcht“ (1. Tim. 4,8 SL) Genau das sahen wir in ihm: ein Leben, in dem Gottesfurcht nicht nur ein Ideal war, sondern sich in einem täglichen Wandel in den Fußspuren Christi zeigte. Die Familie bezeugte ein natürliches und einfaches Leben zu Hause, in dem viel Freiraum herrschte. Arild war ein Vater mit gutem Humor, der Musik und Gesang liebte. Das prägte das Zuhause, das er und Mirjam gemeinsam gebaut hatten. Die Kinder konnten von einem Mann Gottes zeugen, der in Demut und Gottesfurcht den guten Kampf des Glaubens bis zuletzt gekämpft hatte. Sein Leben, seine Lebensfreude und sein Humor zeigten ihnen, dass wahre Geistlichkeit etwas Natürliches ist. Freunde aus vielen Ländern und Kontinenten erzählten von der Liebe, die sie durch Arilds Dienst erfahren hatten. Er hatte ein großes Herz, in dem viele Platz fanden – nicht zuletzt in Afrika und Indien, wo er viele Jahre gewirkt hatte. Viele brachten ihre Dankbarkeit für seine Fähigkeit zum Ausdruck, das Wort Gottes so einzuschärfen, dass es im Gedächtnis bleibt. Er war ein großgewachsener Mann – dachte aber gering von sich selbst. Wir hatten die Gnade, einen so gottesfürchtigen Mann kennenzulernen. Möge dieselbe Kraft auch in uns wirken. Nehmen wir die Worte mit, mit denen Arild Tombre selbst sein Interview abschloss: „Ich will den Rest meines Lebens in Gottesfurcht leben, damit die, die nach mir kommen, ebenfalls sagen können: Ich bin mit gottesfürchtigen Menschen in Berührung gekommen.“ Kåre J. Smith schloss die Gedenkfeier mit den Worten Jesu: „Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden.“ (Matth. 16,25) Das haben wir im Leben von Arild Tombre gesehen, und der ganze Tag war ein starkes Zeugnis dafür. Möge Gott die Familie und alle Nachkommen reich segnen und stärken.Marc Tombre* * * Wir möchten unseren herzlichsten Dank an Freunde und Gemeinden in vielen Ländern aussprechen für alle Anteilnahme, Grüße sowie für die überwältigende Güte, Fürsorge und Liebe, die wir im Zusammenhang mit dem Heimgang und der Beerdigung unseres lieben Vaters erfahren haben. Mit dankbaren Grüßen Familie Tombre
Was prägt dich?Zum Gedenken an Emil Borch„So seid nun Gott untertan!“






