Lied

439

Einstmals lebte Melchisedek, diente still auf dieser Welt

1.
Einstmals lebte Melchisedek, diente still auf dieser Welt,
Er war König, er war Priester und tat stets, was Gott gefällt.
Plötzlich offenbar er wurde, brachte Brot hervor und Wein,
Segnete in aller Stille, war in eignen Augen klein.
2.
Ja, zu preisen sind die Diener, die das Ihre suchen nicht,
Die von Liebe stets getrieben, für die andern geben sich.
Menschenehre sie nicht suchen, sind zur rechten Zeit stets da,
Die nur segnen und verschwinden still, wie Melchisedek tat.
3.
So wie Gottes Augen fahren über Lande Tag und Nacht,
Diese Brüder Melchisedeks stets zu segnen sind bedacht,
Sehn nach denen, die in Not sind, stärken ihren Glaubensmut.
Diese Gott einst sagen hören: «Treuer Knecht, du dientest gut!»
4.
Wer da demütig, gering ist und kann segnen auf dem Pfad,
Baut Jerusalem, den Tempel, die Gemeinde, Gottes Stadt.
Wer hier still wie Melchisedek im Verborgnen bauet jetzt,
Gott bald ewig in der Stadt aus lautrem Golde wohnen lässt.
Geschrieben von Wim J. Mensink (veröffentlicht 2007)Komponiert von Carl ÖstText © Stiftelsen Skjulte Skatters ForlagMelodie © Waldenstrøm, SverigeThe Netherlands ⋅ G