Lied

309

Basans Berg mit düstrer Miene

1.
Basans Berg mit düstrer Miene
Blicket hin nach Zion scheel,
Steckt in Dunst und dichtem Nebel,
Während Zion strahlet hell.
:/: Sonne, voller Macht und Fülle,
Wie in Gold nun Zion hüllet.
Basan steht mit finstrem Sinn
Und sieht mit Graun auf Zion hin. :/:
(Ps. 68:16-18)
2.
Basans Berg im Dunkel drohet;
Nebeldunst macht finster, kalt.
Zions Berg, er steht in Flammen,
Frei von Basans Machtgewalt.
:/: Basans Berg, er stöhnt in Qualen:
«Sollt uns Gott denn so heimzahlen?»
Sonne der Gerechtigkeit
Die Sorg von Zions Berg vertreibt. :/:
3.
Basans Ochsen stehn umzäunet,
Das Gesetz umklammert sie.
Man von Edom Hirten mietet,
Um zu hüten solches Vieh.
:/: Meriba auf Basans Höhen
Lässt das Vieh dort durstig stehen.
Blickt's zum Jakobsbrunnen hin,
Dann droht der Hirt, erfüllt von Grimm. :/:
(Am. 4)
4.
Basans Ochse, wirf nun von dir
Nebeldunst und Lasten schwer!
Deine Hirten, jag sie von dir,
Irr mit ihnen nicht umher!
:/: Sie nicht außerhalb der Schranken
Wagen Worte noch Gedanken,
Bittres Wasser gießen aus;
Doch Labsal gibt nur Gottes Haus. :/:
5.
Tochter Zion, heb den Schleier!
Sieh, von Basan komm'n herbei
Ganze Herden – hör ihr Brüllen –,
Knecht sie warn, nun sind sie frei.
:/: Edoms Hirten drohen, locken
Bald mit Gaben, bald mit Stöcken.
Nimm es auf, das arme Vieh,
Ja, nimm es auf, sonst sterben sie. :/:
Verfasst 1937 von Johan O. Smith (veröffentlicht 1937)Komponiert von Eugen B. SørensenText und Melodie © Stiftelsen Skjulte Skatters ForlagNorway ⋅ D