Lied

327

In Gedanken einst versunken sah ich Babylon, die Stadt

1.
In Gedanken einst versunken sah ich Babylon, die Stadt;
Bel, der Götze, stand so klar vor Augen mir.
Vierzig Schafe und zwölf Scheffel Weizen er verzehret hat,
Und sechs Eimer voll mit Wein er soff mit Gier.
Chorus:
Daniel bringt es zutage,
Lacht verschmitzt zu Bels Gelage,
Da flog auf der Priester Sache.
Sie erschraken, als das Licht des Herrn erschien.
2.
König Kyrus diente Bel und sagte drum zu Daniel:
«Siehst du nicht, wie viel hier täglich Bel genießt?»
«Nein, o König, innen Lehm und außen Kupfer, das ist Bel.
Er kein Gott, er nur Betrug der Priester ist.»
3.
Unterm Tisch gab's einen Eingang, dieser führte hin zu Bel,
Dort die Priester hielten nächtlich ihren Schmaus.
Daniel ließ Asche streuen und entlarvte all dies schnell.
Durch die Spurn der Priester kam der Schwindel raus.
4.
Seit der Götze dort in Babel ward zu Staub vor langer Zeit
Und kein Priester Bels mehr etwas einverleibt,
Sollt man meinen, dass die Welt von solchem Trugspiel sei befreit.
Unterm Namen «Gottes Werk» jedoch man's treibt.
5.
Große Bauten und viel Geld, das nennt man «Gottes Werk» nun heut.
Wenig brauchte Jesus, als auf Erd er war.
Könnte Bel da mit im Spiel sein? Eines Tages sich das zeigt.
Daniels helles Licht mög's machen offenbar.
Geschrieben von Johan O. Smith (veröffentlicht 1937)Komponiert von James M. BlackText © Stiftelsen Skjulte Skatters ForlagNorway ⋅ F