1.
Jerusalem, Jerusalem, wer ist dir gleich an Macht?
Seit alters stehen deine Festungswerke,
Und alle deine Fürsten, die dir Gott hervorgebracht,
Sind Zeugen deiner großen Macht und Stärke.
Dein Tempel und die Priester warn Gott zum Dienst geweiht,
Dein Räucherwerk und Myrrhe gab Wohlgeruch allzeit,
Zu Zimbeln die Leviten Gott hoch priesen.
Seit alters stehen deine Festungswerke,
Und alle deine Fürsten, die dir Gott hervorgebracht,
Sind Zeugen deiner großen Macht und Stärke.
Dein Tempel und die Priester warn Gott zum Dienst geweiht,
Dein Räucherwerk und Myrrhe gab Wohlgeruch allzeit,
Zu Zimbeln die Leviten Gott hoch priesen.
2.
Am Nabel dieser Erde steht die Stadt, von Gott ersehn,
Als Königin der Städte hier auf Erden.
Zu dir von ferne Scharen in gar dichten Reihen gehn,
Mit Ehrfurcht dich die Völker wollen ehren.
O wenn ich preisen könnt deine große Herrlichkeit,
Du Stadt, die Jesus wählte, wo er litt großes Leid,
Dann würde mir bestimmt mein Herz zerspringen.
Als Königin der Städte hier auf Erden.
Zu dir von ferne Scharen in gar dichten Reihen gehn,
Mit Ehrfurcht dich die Völker wollen ehren.
O wenn ich preisen könnt deine große Herrlichkeit,
Du Stadt, die Jesus wählte, wo er litt großes Leid,
Dann würde mir bestimmt mein Herz zerspringen.
3.
Der Henne gleich, die liebevoll die Küken um sich schart,
Wollt Jesus diese Stadt so gern bewahren.
«Hinweg mit ihm!», jedoch des Volkes lautes Rufen ward,
«Ans Kreuz mit ihm!» Gar wild war ihr Gebaren,
Verwarfen den, der ihnen die Rettung konnte sein;
Doch was darauf dann folgte, das brach so schnell herein,
Gar gräulich ward Jerusalem verstoßen!
(Kla. 1:9)
Wollt Jesus diese Stadt so gern bewahren.
«Hinweg mit ihm!», jedoch des Volkes lautes Rufen ward,
«Ans Kreuz mit ihm!» Gar wild war ihr Gebaren,
Verwarfen den, der ihnen die Rettung konnte sein;
Doch was darauf dann folgte, das brach so schnell herein,
Gar gräulich ward Jerusalem verstoßen!
(Kla. 1:9)
4.
Die Stadt, sie liegt nun offen und die Mauern sind dahin,
Und jeder Weg nach Zion muss jetzt trauern.
Und niemals sieht man Scharen, die zum Fest hinauf wolln ziehn;
Des Volkes Feinde liegen auf der Lauer.
Jerusalem ins Elend gekommen ist, fürwahr,
Sie weiß, dass sicher fühlt sich der Widersacher Schar.
Wer wollte nicht aus tiefstem Herzen klagen?
Und jeder Weg nach Zion muss jetzt trauern.
Und niemals sieht man Scharen, die zum Fest hinauf wolln ziehn;
Des Volkes Feinde liegen auf der Lauer.
Jerusalem ins Elend gekommen ist, fürwahr,
Sie weiß, dass sicher fühlt sich der Widersacher Schar.
Wer wollte nicht aus tiefstem Herzen klagen?
5.
Jerusalem, Jerusalem, von oben her bist du,
Wie oft hast du nicht bitter leiden müssen!
Man steinigt deine Zeugen und man schließt die Türen zu,
Ein jeder, der die Wahrheit spricht, muss büßen.
Für Lohn Propheten reden und Priester streichen Kalk,
Das Volk lässt man im Finstern, so wird man gut bezahlt –
In dieser drückend schwülen Atmosphäre!
Wie oft hast du nicht bitter leiden müssen!
Man steinigt deine Zeugen und man schließt die Türen zu,
Ein jeder, der die Wahrheit spricht, muss büßen.
Für Lohn Propheten reden und Priester streichen Kalk,
Das Volk lässt man im Finstern, so wird man gut bezahlt –
In dieser drückend schwülen Atmosphäre!
6.
Jerusalem, Jerusalem, ich klag laut meine Not,
In Sorg um dich mein Herz mir könnte bluten.
Man preiset deine Schönheit, dass das Herz gerät in Glut
Und hasst doch deine Zeugen bis zum Tode;
Darüber kann mein Herz sich nicht trösten lassen, nein.
Mir gehn die Augen über und bitterlich ich wein,
An deinen Mauern will ich allzeit klagen.
In Sorg um dich mein Herz mir könnte bluten.
Man preiset deine Schönheit, dass das Herz gerät in Glut
Und hasst doch deine Zeugen bis zum Tode;
Darüber kann mein Herz sich nicht trösten lassen, nein.
Mir gehn die Augen über und bitterlich ich wein,
An deinen Mauern will ich allzeit klagen.
7.
Jerusalem, um deinetwillen steht mein Herz in Brand,
Drum wurde ich so einsam hier auf Erden.
Bei denen, die dich kannten, ich nicht einen Einz'gen fand,
Der eins mit dir im Geiste konnte werden.
Doch sieh, aus Judas Menge kam eine kleine Schar,
Aufs Neu die Stadt sie bauen mit Turm und Tor fürwahr,
Und jeder trägt das Schwert an seiner Seite.
Drum wurde ich so einsam hier auf Erden.
Bei denen, die dich kannten, ich nicht einen Einz'gen fand,
Der eins mit dir im Geiste konnte werden.
Doch sieh, aus Judas Menge kam eine kleine Schar,
Aufs Neu die Stadt sie bauen mit Turm und Tor fürwahr,
Und jeder trägt das Schwert an seiner Seite.
8.
So will ich meinem Gott lobsingen mitten in der Not,
Der mich aus Babels Eitelkeit befreite.
Und aus dem Graun und Dunkel strahlt hervor das Licht von Gott,
Bringt Heil, Gesundheit, Leben, große Freude.
Du hast den Leib bereitet, dem Klage nicht geziemt,
Wir sind vom selben Stamme und nicht dazu bestimmt.
Drum will ich jetzt mein Klagelied beenden.
Der mich aus Babels Eitelkeit befreite.
Und aus dem Graun und Dunkel strahlt hervor das Licht von Gott,
Bringt Heil, Gesundheit, Leben, große Freude.
Du hast den Leib bereitet, dem Klage nicht geziemt,
Wir sind vom selben Stamme und nicht dazu bestimmt.
Drum will ich jetzt mein Klagelied beenden.