Lied

254

Ferne vom Leibe – daheim allezeit

1.
Ferne vom Leibe daheim allezeit,
Nun hat der Geist dort sein schneeweißes Kleid.
Die irdische Hülle verließ er so stille,
Als heimwärts es ging auf des Höchsten Geheiß.
2.
Nur eine Hütte der Leib ist allein,
Hier kann der Geist für die Prüfungszeit sein.
Wenn fertig der Geist ist, die Hütte verwaist ist;
Der Geist, der vollendet ist, hat hier kein Heim.
3.
Nun ist er droben, vorbei ist der Streit,
Los von der Hütte, der Geist ist befreit.
Nicht Macht und Gewalten ihn können mehr halten;
Er ist an dem Ziel seiner Sehnsucht allzeit.
4.
Geistesverbindung hat ewig Bestand,
Fest uns verbindet das edelste Band.
Dies tröstet das Herze in Abschied und Schmerze.
Geknüpft hat die Bande des Bräutigams Hand.
Geschrieben von Anna Bjerkeli (veröffentlicht 1935)Komponiert von Rudolf SchwaigerText und Melodie © Stiftelsen Skjulte Skatters ForlagNorway ⋅ G