Lied

67

Auf Erden trägt man Bürden

1.
Auf Erden trägt man Bürden,
Die doch nicht sind ersehn von Gott.
Bei Gottes Volk gibt's Hirten,
Die achten nicht des Herrn Gebot.
Vom Glauben sie abgehen
Und führen weg von Gott,
Die Sünde sie nicht sehen,
Die nun soll in den Tod.
Doch haben wir vernommen,
Gericht macht weiß und rein,
Ja, Gottes Reich wird kommen
Durch Kampf und Streit allein.
2.
Für Gottes Reich drum streite,
Mit Macht es an dich reiß allzeit.
Vom Wege nicht abgleite,
Durch Blut der Bund ward eingeweiht.
Den Weg er hat gebahnet
Ins Heiligtum hinein.
Kein Mensch hat es erahnet:
Nur dort kann Friede sein.
Hier alle Last ablege,
Nimm Jesu Joch auf, du,
Denn trägst du seine Bürde,
Bekommst du Fried und Ruh.
3.
Er von der Stadt sich wandte
Und außerhalb des Lagers stand.
Sieh, wie man ihn verkannte,
Man nicht zum Glauben an ihn fand.
Als sündig ward geachtet
Von «Dienern Gottes» er,
Als Räuber gar betrachtet,
Obwohl er ist der Herr.
Willst allem du entsagen
Und folgen treu dem Herrn,
Der Wahrheit Schwert ertragen
Und leiden mit ihm gern?
4.
Tu darum recht im Leben,
Willst gehn du auf dem Wahrheitspfad.
Dir ist die Macht gegeben,
Zu opfern dich, wie er es tat.
Ein Reich, das nie vergehet,
Gibt Gott dem sicherlich,
Der fest im Kampfe stehet
Und ganz nun opfert sich.
Der Lohn dir winkt im Himmel,
Man sieht ihn nicht auf Erd,
Und nicht im Weltgetümmel
Wird man dich achten wert.
Verfasst 1915 von Ole Skiaker (veröffentlicht 1916)Komponiert von Ludvig M. LindemannText © Stiftelsen Skjulte Skatters ForlagNorway ⋅ D