Lied

288

O hör, liebe Seel, die du ferne

1.
O hör, liebe Seel, die du ferne
Und fremd bist dem Leben in Gott,
Die Zeit schnell vergeht, drum bedenke,
Dass bald du musst schmecken den Tod.
2.
Wer weiß, wann dein Leib wird versagen
Und du wirst gelegt in die Erd.
Wer weiß, wann die Stunde wird schlagen,
Von hinnen die Seele sich kehrt?
3.
Wer weiß, wann beim Namen dich nennet
Dein Richter, vor dem du musst stehn;
Der Schall der Posaun einst ertönet
Und er lässt dein Urteil ergehn.
4.
O hör, teure Seel, doch die Worte,
Lass Satan nicht hindern dich mehr.
Wart nicht bis geschlossen die Pforte.
Beeil dich, ich bitte dich sehr!
5.
O Seel, diesen Jesus ich kenne;
Voll Sehnsucht er wartet auf dich.
Das Böse zum Guten er wendet
Und nimmt deine Lasten auf sich.
6.
Ja, Jesus will Liebe reich geben
Der Seele, die voll Traurigkeit.
Sein Wort spendet Heilung und Leben;
Mein Teil ist er in Ewigkeit.
Geschrieben von Judith Aslaksen (veröffentlicht 1937)Komponiert von Johannes A. HultmanText © Stiftelsen Skjulte Skatters ForlagMelodie © Waldenstrøm, SverigeNorway ⋅ A