Lied

75

Mich zieht's nach der Heimat da droben

1.
Mich zieht's nach der Heimat da droben,
Zu schauen dich, o du mein Gott.
Es schreit in der Tiefe des Herzens:
Gehorchen will ich dem Gebot!
2.
Voll brennendem Herzensverlangen,
Von Sehnsucht verzehrt ich nun fleh:
O lehr mich, dir, Meister, gefallen,
Dass tiefer dein Werk in mir geh.
3.
Ich hab nicht erlangt, was ich schaue,
Drum ist jetzt für Schlaf keine Zeit.
O welch eine Tiefe des Reichtums
Für jeden, der glaubt, liegt bereit!
4.
Entflamme ein brennend Verlangen
Nach selbstloser Reinheit in mir.
Dein Geist soll mich leiten und lehren,
In allem nun folge ich dir.
5.
Ja, Vater, ich weiß, du willst geben
Dein Reich deinen Armen im Geist.
O mach mich zu einem im Leben,
Dem du solchen Anteil verheißt!
6.
Wie eilt es, wie schnell ist zu Ende
Das Leben hier unten auf Erd!
Drum hilf mir, dass schnell ich mich wende
Von allem ohn himmlischen Wert.
7.
Nur Fremdling, nicht Bürger auf Erden –
Mein Wandel sei nur in dem Herrn.
Sein Bild soll in mir sich gestalten,
In Demut will dienen ich gern.
Geschrieben von Hilda Broks (veröffentlicht 1916)Schwedisches VolksliedText © Stiftelsen Skjulte Skatters ForlagNorway ⋅ F