Lied

458

Gott uns hier in seiner reichen Gnad

1.
Gott uns hier in seiner reichen Gnad,
Durch den Oberhirt versammelt hat.
Treue Väter, wahrer Hirtensinn
Führen uns zur Geisteseinheit hin.
Wir Dankbarkeit und Lobopfer darreichen,
Als ein heilges Räucherwerk von Gott geschaut.
Ja, den Kelch des Heils erheben wir zum Zeichen;
Gottes Reich entsteht in Jesu Braut.
2.
Sieh, das Weizenkorn, das sich gab hin,
Starb vom Eignen in der Erde drin.
Denk nur, Jesu Samen, das sind wir,
Die am Kreuz ihr Leben geben hier.
Wir alles für den Acker nun hingeben,
Kaufen ihn und graben nach dem Schatz allein.
Alter Sauerteig muss weg – ja, Christi Leben
Land gewinnt –, wir werden ihm gleich sein.
3.
Sieh, es sehnt sich auch die Schöpfung gar,
Dass dies herrlich Werk werd offenbar,
Durch die Kraft vom Kreuz hervorgebracht,
Jetzt am End der Zeit – bevor's wird Nacht.
Wir mehr denn je zu Rubens Bächen gehen,
Wo des Herren Ratschlag uns nun unterweist.
Wie mit Sicheln man zur Ernte Ähren mähet,
Richtet dann die Welt der Wahrheit Geist.
4.
Sieh am Feigenbaum den Stand der Zeit,
Jesu Braut wird reif, ist bald bereit.
Wir sein' Rat bewahrn im Herzen drin,
Fest gefügt zusamm' in Geist und Sinn.
Die Brüder, die nach Gottes Rat uns weiden,
Sind Propheten mit des Geistes klarem Licht.
Sie im Äußeren und Inneren recht leiten,
Dass der Zeitgeist jetzt wird ganz besiegt.
5.
Sieh im Himmel eine offne Tür,
Steig herauf, Gott offenbart es dir,
Alles gehet nur um Zions Sach,
Gott sieht auf die heilge Bruderschaft!
Des Glaubens Zukunftspläne hier gelingen,
Denn auf Jesu Christi Tag wir wirken hin.
Friede, Freude und Gerechtigkeit sie bringen,
Gottes Helden haben diesen Sinn.
Verfasst 2003 von Øivind Jacobsen (veröffentlicht 2007)Komponiert von Josef DitlefsenText und Melodie © Stiftelsen Skjulte Skatters ForlagNorway ⋅ G