Lied

46

Sieh, die großen Scharen folgen dem Prophet von Nazareth

1.
Sieh, die großen Scharen folgen dem Prophet von Nazareth,
Lauschen still und ganz ergriffen, alle Müdigkeit vergeht,
Denn holdselig ist sein Reden, Schwert und Balsam ist sein Wort.
/: Solch Gericht des Lichts im Dunkel hatte man noch nie gehört. :/
2.
Doch als Jesus ging den Weg dort an das Kreuz in Schmach und Tod,
Wo ist da die Schar geblieben, die er einst versorgt mit Brot?
Ja, sie freuten sich im Lichte, folgten doch dem Licht nicht nach,
/: Denn sie fanden hart die Rede, wenn vom Kreuze Jesus sprach. :/
3.
So auch heut: Die große Menge freut sich in des Lichtes Schein,
Jubelt, spielt in ihrer Freude, doch kommt nicht ins Licht hinein.
Wen'ge sind es, die von Herzen lieben Unvergänglichkeit,
/: Die, vereint mit ihm im Tode, Leben haben allezeit. :/
(1 Kor. 10:1-12)
4.
O Gemeinschaft seines Leibes: «Ihr in mir und ich in euch.
Ich der Weinstock, ihr die Reben, bleibt in mir, tragt Frucht so reich.
Ich der Meister – ihr die Jünger. Kommt nun her und lernt von mir.
/: Nehmt mein Joch, tragt meine Bürde, lernet Sanftmut nun von mir!» :/
5.
Wenn den Lauf du hast begonnen, schaue dich dann nicht mehr um!
Hast du Ja gesagt zu Jesus, sollst du's bis ans Ende tun.
Lebe mit dem Herrn gekreuzigt – du der Welt, die Welt für dich.
/: Da lernst du sein Wesen kennen, so nur offenbart er sich. :/
Geschrieben von Olga Olsen (veröffentlicht 1914)Komponiert von Hampus G.W. WetterlingText © Stiftelsen Skjulte Skatters ForlagNorway ⋅ G