Lied

261

Herr, lehr mich zähln all meine Tage auf der Erd

1.
Herr, lehr mich zähln all meine Tage auf der Erd
Und leben so, als wenn's der letzte wär.
Gib Gnad, zu suchen deine Weisheit, eh's zu spät,
Zu nutzen die Gelegenheiten, Herr.
Gib mir ein Herz, das rein ist, voll von edlem Sinn,
Zu segnen andre, wenn sie sind in Not,
Zu lieben sie und dienen ihnen demütig,
Das Leben Christi offenbarn in Tat und Wort.
2.
Wir danken dir, o Gott, für jeden neuen Tag,
Zu wandeln in dem Dienst der Deinen hier.
Der Sinn erneuert ist, zu prüfen deinen Willn,
Das Leben geben als ein Opfer wir.
Hilf uns, zu wachen, beten und die Zeit verstehn,
Für andre leben hier die kurze Zeit.
Herrliches Leben, wenn ich nicht mein Eignes such,
Dann mich dein Geist von Sünde und vom Tod befreit.
3.
Wie viele Tage bleiben uns noch auf der Erd,
Zu halten dein Gebot, zu tun dein Wort?
Wir sehnen uns, zu hören der Posaune Ton,
Dir mit den Heilgen zu begegnen dort.
Ja, niemand weiß, wann du einst in den Wolken kommst,
Doch ganz gewiss ist dieser Tag sehr nah.
O mögen Öl wir sammeln – kostbar ist die Zeit
Und fülln in Gottesfurcht die Kannen immerdar.
Verfasst 1978 von Richard Savage (veröffentlicht 2007)Komponiert von Alison TurnerText und Melodie © Stiftelsen Skjulte Skatters ForlagEngland ⋅ D