Hochstimmung
Es gibt drei Arten von Hochstimmung: eine geistliche – eine seelische oder menschliche – eine teuflische.
Seelische Hochstimmung kommt auf, wenn man gesund ist, gutes Essen hat, das Wetter gut ist, man gut verdient, seinen Willen durchsetzen kann, Zuspruch von anderen Leuten bekommt usw. All das kann einen in Hochstimmung versetzen und es einem leicht machen, liebenswürdig, nett und hilfsbereit zu sein. Doch daraus entsteht nichts Bleibendes, es bringt keine ewigen Werte hervor. Es sind sozusagen nur schöne, glänzende Seifenblasen, denn sobald es einem dann nicht mehr so gut geht, kippt die Stimmung. Es bleibt bei ein paar kurzen Episoden.
Teuflische Hochstimmung hingegen verleitet einen zu allen möglichen Sünden und Torheiten. Solch eine Stimmung wird besonders angeheizt, wenn mehrere Sünder zusammenkommen. Einigkeit macht stark. Man stachelt sich gegenseitig zum Sündigen an. Der eine will darin großartiger sein als der andere, jeder will den anderen übertreffen, und sündige Auswüchse aller Art sind die Folge.
In Römer 15,14 steht der Ausdruck: „... dass auch ihr selber voll Güte seid“. Doch auf Französisch steht da: „Dass ihr voller guter Gesinnung seid“. Statt „Gesinnung“ könnte man auch sagen: „Stimmung“. Das heißt, dass man aufgeladen ist mit Geist und Spannkraft, dass man voller Elan ist, voller Tatendrang zum Guten, voller Lust und Bereitschaft zu guten Worten, Ermahnungen und Segnungen! Es singt und klingt und brodelt im Herzen. Man wird von innen angetrieben – zu Worten und Taten.
Durch diese Hochstimmung, dieses gute geistliche Temperament, kann man in kurzer Zeit mehr Gutes tun und sagen, als andere in einem ganzen Jahr oder gar mehreren Jahren mühsam zusammenbringen.
Darum betete Paulus für die Gemeinde in Thessalonich: dass Gott sie mächtig erfülle mit aller Freude am Guten und mit Wirksamkeit im Glauben (2. Thess. 1,11 MEB). Und an die Gemeinde in Ephesus schreibt er diese Ermahnung: „Lasst euch vom Geist erfüllen [und zwar so sehr, dass Euch gelingt, was im folgenden Satz steht:]. Ermuntert einander mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern [dem Fröhlichsten überhaupt!], singt und spielt dem Herrn in euren Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater allezeit für alles … [und] ordnet euch einander unter.“ Das bedeutet es, auf geistliche Art gut aufgelegt, ja, in Hochstimmung zu sein.
Dann ist man gesalbt, zufrieden, ausgeglichen und leicht beweglich – bereit zu jedem guten Wort und Werk. Das ist Gottes Wille und unsere himmlische Berufung! Ehre sei Gott! Dann streut man mit Freude so viel aus, wie man vermag.
Wenn du willst, kannst du diese geistliche Hochstimmung auch mit der eines Sportlers vergleichen, der in Hochform bereit ist, ins Rennen zu gehen. Oder mit einem gut gestimmten Instrument, das wunderbare Töne erzeugt.
Lang lebe sie, die geistliche Hochstimmung, in der wir uns vom Heiligen Geist und von der Lust zum Edlen und Guten treiben lassen! Dann tun wir am laufenden Band und mit Leichtigkeit, großer Freude und Begeisterung das Nützliche und Förderliche!
Ich wünschte, die Gemeinde würde voll von solchen Brüdern und Schwestern!!! Ehre sei Gott für das tiefgreifende Heil, das für jeden einzelnen bereitliegt.
Euer ergebener Elias Aslaksen
(Textzusammenstellung aus zwei Artikeln, die in „Skjulte Skatter“ im Juli und Oktober 1965 erschienen sind)