Verborgene Schätze

Frieden oder Unfrieden?

Juni/Juli 2025

Frieden oder Unfrieden?

„Lass ab vom Bösen und tue Gutes; suche Frieden und jage ihm nach!“ (Ps. 34,15) „Achte auf den Rechtschaffenen und sieh auf den Redlichen; denn die Zukunft für einen solchen Mann ist Frieden.“ (Ps. 37,37 ELB)

Wenn wir uns bewusst machen, dass Gottes Reich aus Gerechtigkeit, Frieden und Freude im Heiligen Geist besteht, dann sollte es genau das sein, wonach wir trachten (2. Tim. 2,22 und Hebr. 12,14). Wir sollen nach Frieden und Heiligung jagen, und uns wurde verkündet, dass der Friede der Heiligung folgen wird.

Gottes Wort ist sehr klar, wenn es um Frieden oder Unfrieden geht. Wir sehen das in den Psalmen Davids, in den Worten und Ermahnungen Jesu und in den Briefen der Apostel. Jesus wird Friedefürst genannt; er wird ein Reich des Friedens errichten. Er wird das Geschlecht des Unfriedens zertreten. Es ist sehr bezeichnend, dass geschrieben steht, dass ihm Edom unterworfen sein wird (4. Mos. 24,17–18). Wenn ich mir diesen Frieden zu eigen machen will, so muss auch ich Edom bezwingen.

„... und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens“. (Eph. 4,3). Dann müssen wir unserer Berufung würdig leben, in aller Demut (V. 1–2).

„Woher kommt der Kampf unter euch, woher der Streit? Kommt’s nicht daher, dass in euren Gliedern die Gelüste gegeneinander streiten“? (Jak. 4,1) In den Lüsten liegt der Drang, sich zu behaupten, sich zu rächen, nach Ruhm und Gewinn zu streben und Recht haben zu wollen. Jeder Jünger Jesu, der angefangen hat, gegen all dies anzukämpfen, wird merken, dass dies starke Kräfte im Menschen sind. Benutzen wir dazu Gottes Wort, das schärfer ist als jedes zweischneidige Schwert, dann dringt es in unserem Inneren durch und scheidet, sodass wir Sinn für das Geistliche bekommen. Die Gesinnung des Geistes ist Leben und Friede (Hebr. 4,12 und Röm. 8,6)

„Frieden lasse ich euch. Ich gebe euch meinen Frieden. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.“ (Joh. 14,27) Was für eine Ermahnung! Der Frieden, den die Welt geben will, bedeutet Freiheit für alle Lüste und Begierden. Doch wahrer Friede entsteht erst, wenn diese Begierden gekreuzigt wurden. Wir singen in Lied Nr. 118 im Liederbuch Wege des Herrn über den Mann des Friedens: „Er mit dem Friedfürst Hand in Hand die Sünde ganz verbannt.“ Das Schwert soll gegen die Sünde in unserem eigenen Fleisch gerichtet werden.

Wie dumm ist es, für die eigenen Rechte und Meinungen zu kämpfen, ständig zu widersprechen und Einwände zu haben! Timotheus sollte daran erinnern, ja sogar darauf bestehen, dass man sich nicht in nutzlosen Wortgefechten verstricken soll. Solche Ermahnungen brauchen wir (2. Tim. 2,14). Und in 1. Timotheus 6,4 können wir davon lesen, dass Streit und Wortgefechte eine Seuche sind, was unter anderem zu bösem Argwohn und ständigem Streit unter Menschen führt, die einen zerrütteten Sinn haben. Verdächtigungen und Wortgefechte sorgen für viel Unruhe. Mögen wir also Frieden suchen und ihm nachjagen. Dann gehören wir zum Volk des Friedens und werden für immer mit dem Friedefürsten zusammen sein.