Verborgene Schätze

Erhebe deine Hände und siege!

Juni/Juli 2025

Erhebe deine Hände und siege!

(2. Mose 17,10–16)

Mose befahl Josua, gegen Amalek zu kämpfen, und Josua tat, was Mose ihm aufgetragen hatte. Solange Mose seine Hände erhoben hielt, war Israel überlegen; wenn er aber seine Hände sinken ließ, war Amalek überlegen.

Geistlich gesehen müssen wir unsere Hände im Kampf gegen „Amalek“ erhoben halten, also gegen alle unsere Feinde im Fleisch, die in den verschiedenen Lebensumständen auftauchen können. Dann sind wir dem Feind überlegen, dann siegen wir. Wir sind dann voller Glaubensgeist und werden durch Gottes Kraft und durch Glauben bewahrt zur Seligkeit, die bereitet ist, dass sie offenbar werde zu der letzten Zeit (1. Petr. 1,5).

Wenn du die Hände sinken lässt, kommen Zweifel und Unglaube auf. Dann verlässt du dich auf deinen Verstand und deine Gefühle und zweifelst an Gottes gewaltiger Macht, die alle Erkenntnis übersteigt – daran, dass er weit mehr tun kann, als du von ihm erbittest oder auch begreifen kannst. Deine Feinde werden dir überlegen sein und die Geistesmächte beeinflussen dich so, dass Mutlosigkeit und Sorgen sich einschleichen und dein Herz und deinen Sinn durchsäuern. Was eigentlich zu deinem Heil dienen sollte, wird stattdessen zu einer Quelle von Missmut und Verzagtheit.

Aaron und Hur stützten Moses Hände und hielten sie fest, bis die Sonne unterging und Josua Amalek und sein Volk mit der Schärfe des Schwertes erschlagen hatte. Solche Menschen sollen wir sein, die den Glauben der Einzelnen stärken können, damit ihre Hände nicht sinken, sondern erhoben bleiben. Das ist ein herrlicher Mentorendienst! Wie wertvoll, wenn wir jungen Menschen helfen können, ihre Hände durch die Jugendzeit hindurch erhoben zu halten, damit sie nicht den Glauben an ihre himmlische Berufung und den Sieg verlieren, sondern Glauben daran bewahren, dass die Erinnerung Amaleks vollständig ausgelöscht werden kann.

Auch die Hände der Eltern, deren Arme im Umgang mit ihren Kindern und Jugendlichen oft zu kurz werden, können wir stützen. Auf diese Weise wird den Jugendlichen in dieser unglaublich wichtigen Lebensphase der Glaubensgeist in ihre Herzen gepflanzt.

Im Liederbuch „Wege des Herrn“ Nr. 287 in Vers 3 heißt es: „O dass du Seelen helfen kannst! Alles hängt ab von dem Glaubensmann. Not möge bringen dein Herz in Brand. Fange im Glauben nun an!“ Nur wer diesen lebendigen Glauben hat, kann den Seelen wirklich helfen.

Das Ziel dieses guten Kampfs des Glaubens ist es, die Erinnerung an Amalek zu tilgen. Das wollte Mose Josua einprägen. Die Erinnerung an das, was wir abgelegt und getötet haben, kann vollständig getilgt werden. Es kann eine neue Schöpfung entstehen, die sich von Tag zu Tag nach dem Bild ihres Schöpfers erneuert und bis zur vollen Reife des Mannes wächst, zum vollen Maß der Fülle Christi (Eph. 4,13).

Mose sagte: Eine Hand ist vom Thron des Herrn ausgestreckt. Der Herr wird gegen Amalek streiten von Generation zu Generation. – Ja, lasst uns an diese ausgestreckte Hand des Herrn glauben. Er wird uns im Kampf gegen die Feinde in unserem Fleisch stärken. Lasst uns stark sein im Herrn und in der Macht seiner Stärke (Eph. 6,17) und alle Ausreden über Bord werfen. Sie sind nur Unglaube, und um des Unglaubens willen kam Israel nicht ins verheißene Land. Lasst uns den guten Kampf des Glaubens kämpfen und das ewige Leben ergreifen (1. Tim. 6,12)! Dann werden wir die herrlichen Früchte schmecken, die im verheißenen Land sind und Ruhe und Frieden finden mitten im Kampf und Lebensstreit.

„Aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“ (Jes. 40,31)