Etwas völlig Neues
„Fürchte dich nicht, du Würmlein Jakob, du armer Haufe Israel. Ich helfe dir, sagt der Herr, und dein Erlöser ist der Heilige Israels. Siehe, ich habe dich zum scharfen, neuen Dreschwagen gemacht, der viele Zacken hat, dass du Berge zerdreschen und zermalmen sollst und Hügel wie Spreu machen.“ (Jes. 41,14–15)
Von einem elenden Würmlein zu einem scharfen, neuen Dreschwagen! Das ist ja wirklich etwas völlig Neues, eine überwältigend große Verwandlung. Der Glaube an Gottes Kraft wirkt Wunder in unserem Inneren. Abraham wurde stark in seinem Glauben, weil er Gott die Ehre gab. Er setzte sein Vertrauen nicht auf sich selbst oder seine eigene Kraft. Er glaubte, dass Gott mächtig genug war, das Versprechen, das er ihm gegeben hatte, auch zu erfüllen. Die Verheißungen für uns sind die allergrößten und kostbarsten, nämlich seine göttliche Natur. (2. Petr. 1,3–4) Also etwas völlig Neues, was es in unserem Leben noch nie gab. Neue Gedanken. Neue, reine Motive. Zum Beispiel Mitfreude, wenn andere Fortschritte machen und Gnade über sich haben. Das ist wirklich etwas ganz Neues.
Es sind der Hunger und die Sehnsucht nach dem Leben Jesu, die uns vorantreiben. Es liegt uns sehr nahe, reich und satt zu werden. „Wenn es jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden.“ (Jak. 1,5). Ein großer Trost und eine lebendige Hoffnung! Das gilt ja für alles, was uns fehlt. Wir können Gott bitten, all unseren Mangel auszufüllen (Phil. 4,19). Doch sind wir reich und satt, haben wir nicht so viel zu erbitten. Wir dürfen in unserem Eifer nicht nachlassen, sondern müssen brennend im Geist sein, und dann – nur dann – können wir verwandelt werden.
„Aber Menschen sind ja nichts, große Leute täuschen auch; sie wiegen weniger als nichts, so viel ihrer sind.“ (Ps. 62,10). Bedenke, dass Gott uns zum Heil, also zur Verwandlung erwählt hat, und dass er wahrhaftig Wunder tun kann in unserem Inneren.
Er erschafft etwas völlig Neues. Egoismus und Selbstliebe können zerdroschen, zermalmt und zu Spreu werden, bis sie in uns vollständig vernichtet sind. Dieses Zerdreschen und Zermalmen geschieht durch das Erkennen unserer eigenen Sünde und Torheit. Dann erfüllt sich, was in Römer 16,20 (SCHL) steht: „Der Gott des Friedens aber wird in Kurzem den Satan unter euren Füßen zermalmen.“ Ein Werk Gottes – etwas ganz Neues.
„Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.“ (Jes. 43,19). Das ist die Hoffnung auf das Heil, ein ganz neues Leben. Wenn wir uns nach der Taufe wieder aus dem Wasser erheben, sollen wir fortan ein neues Leben führen. (Röm. 6,4). Das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden. Das soll in unseren Herzen lebendig sein. Nichts geschieht aus Versehen oder zufällig. Alles hat mit Gottes Heilsplan für uns zu tun. Wir sollen lernen, uns unter die mächtige Hand Gottes zu demütigen – des Gottes der Wunder.
Niemand von uns weiß, was er braucht, um dieses Heil zu erlangen. Das weiß nur Gott, der Urheber unserer ewigen Seligkeit. Wir dürfen uns nicht gegen Gottes Plan für uns auflehnen. Das wäre Hochmut und eine große Torheit.