Verborgene Schätze

Wir werden nicht müde!

Juni/Juli 2025

Wir werden nicht müde!

Ist es nicht normal, dass man müde wird? In 2. Korinther 4,16 steht: „Darum werden wir nicht müde; sondern, ob unser äußerlicher Mensch verdirbt, so wird doch der innerliche von Tage zu Tage erneuert. Denn unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen wichtige Herrlichkeit uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“ (LU12)

Welch ein Leben! Ich kann immer wieder neue Kraft und Energie bekommen, um das Gute zu tun! Die Trübsale, Versuchungen oder Umstände, die so unangenehm oder unmöglich erscheinen, sehe ich dann als goldene, nicht lange währende und leicht zu bewältigende Möglichkeiten an. Mit Gottes Kraft ist das möglich!

Es führt zu einem Leben im Überfluss, so wie es in Matthäus 5,41 steht: „Und wenn dich jemand eine Meile nötigt, so geh mit ihm zwei.“ Es ist ganz menschlich, die erste Meile mitzugehen, denn ich will ja auf jeden Fall das Gute tun. Aber die zweite Meile ist dann doch definitiv zu viel für mich. Jetzt reicht es. Jetzt sollen auch die anderen ihren Beitrag leisten ... Ich werde müde und bin am Ende meiner Kräfte. Aber wenn ich mich ganz Gott hingegeben habe, wenn ich mit Christus gekreuzigt bin und mit allem, was in der Welt groß erscheint, abgeschlossen habe, dann spüre ich, wie Gott in mir sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt. Plötzlich kann ich sagen: „Ich gehe gern auch die zweite Meile.“ Freiwillig! – Weil Gott in mir Kraft und Freude wirkt. Meine eigenen Grenzen werden gesprengt. Es ist dann ganz und gar nicht mehr so, dass alles so schwer ist und dass Unmögliches von mir verlangt wird. Ich bekomme Gemeinschaft mit den Leiden Christi und höre auf, mich mit selbst auferlegten Leiden zu quälen.

Das ist ein herrliches Leben! Es gelingt – und Gott bekommt alle Ehre dafür.