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- Den Demütigen gibt er Gnade
„Darum heißt es: Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.“ (Jak. 4,6). Die Schrift ist hier sehr deutlich und wird von der Geschichte bestätigt. In 4. Mose 16 ist von Korach, Datan und Abiram und den 250 Vorstehern der Volksgemeinde zu lesen, die sich gegen Mose auflehnten, aber vom Herrn dafür mit dem Tod bestraft wurden. Die Apostelgeschichte erzählt von Theudas, der vorgab, er wäre etwas, und dem etwa 400 Männer anhingen. Danach stand Judas der Galiläer auf und brachte eine Menge Volks hinter sich. (Apg. 5,36-37). Alle diese Männer kamen – gemäß Gottes ewigen Lebensgesetzen – ums Leben und ihre Anhänger wurden zerstreut und verschwanden. Soll es uns gut ergehen, so müssen wir uns unter die gewaltige Hand Gottes und unter die Gesetze des Leibes Christi demütigen. Das bedeutet auch, dass wir uns denen unterordnen, die Gott jeweils in der Gemeinde einsetzt. Wenn wir uns gegen die Hirten und Propheten auflehnen, die Gott auswählt, wird er uns früher oder später die Konsequenzen spüren lassen. Natürlich ist es ein Unterschied, ob man sich gerade noch eine offene Rebellion verkneift oder sich schlicht in Gottes Willen fügt. Doch auch das ist noch lange nicht das Beste. Das Vollkommene ist, das zu segnen, was Gott segnet. Gerade in diesen Dingen ist es leicht, Gottes Gnade zu verlieren. Es gibt feine Gesetzmäßigkeiten, unter die sich jeder zu beugen hat. Die Demütigen werden in diesen Dingen den Weg finden, wohingegen die Stolzen irregeleitet werden. Diese Lebensgesetze kennen keine Ausnahmen. Gott widersteht den Hochmütigen. Deshalb haben großspurige und selbstgerechte Menschen niemals geistlichen Segen empfangen, es sei denn, dass sie sich zuvor radikal und von ganzem Herzen von ihrem Stolz und Übermut bekehrten. Für einen stolzen, überheblichen Menschen ist es ebenso wenig möglich, dass er Gnade von Gott empfängt, wie für Wasser, dass es bergauf fließt. Wasser ist schon immer nach unten geflossen und wird es auch weiterhin tun, sowohl im Natürlichen als auch im Geistlichen. Das lebendige Wasser, das den Menschen Gesundheit und Leben spendet, rinnt aus den himmlischen Quellen hinab bis in die Tiefe. In seinem Flussbett finden wir die Demütigen, die sich nach unten arbeiten, sich selbst erniedrigen. Hierbei bekommen sie auch Gemeinschaft miteinander. In der Niedrigkeit sind Gnade, Hilfe, Trost und Segen vorhanden. Da treffen wir unseren Heiland und Meister Jesus Christus, der in die Tiefen der Erde hinabgefahren ist, um uns den Weg zu zeigen. (Eph. 4,9). Die Stolzen, Übermütigen und Selbstsicheren verlassen sich auf sich selbst, aber die Demütigen vertrauen auf den Herrn: „Gesegnet ist der Mann, der sich auf den Herrn verlässt und dessen Zuversicht der Herr ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.“ (Jer. 17,7–8). Lasst uns unserem Vorläufer – Jesus – nachfolgen und uns in einem ständigen Sehnen und tiefen Verlangen nach Selbsterniedrigung bewahren. Lassen wir uns durch die heilsame Gnade erziehen, während wir auf die selige Hoffnung und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilands, Jesus Christus, warten! (Tit. 2,11–13).Oddmund Risnes
- „Ich glaube, darum rede ich“
von Sverre L. Riksfjord „Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen.“ (1. Tim. 6,12). Paulus war mit dem Kampf des Glaubens gut vertraut.; er stand darin, solange er lebte, und im gleichen Geist des Glaubens vollendete er seinen Lauf. Gott hatte ihm gründlich überzeugt davon, was er durch die Gerechtigkeit erreichen konnte, die aus dem Gesetz kam.. Er prahlte nie mehr mit dieser Art von Gerechtigkeit und nutzte sie nie mehr als Grundlage für seinen Dienst. Die Gerechtigkeit aus dem Glauben wurde die tragende Kraft in Paulus‘ Leben, und sein Wirken und Reden hatte ihren Ursprung in dieser Gerechtigkeit. Er betrachtete sich selbst als den größten aller Sünder. Dadurch konnte er sich unter alle beugen und ihnen das Wort des Glaubens verkünden. Er beschreibt, wie es mit einigen derjenigen gewesen war, mit denen er gearbeitet hatte: „Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben noch Knabenschänder noch Diebe noch Habgierige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes ererben. Und solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.“ (1. Kor. 6,9-–1) Durch den Glauben an Jesus Christus hatte Paulus eine neue Grundlage für seinen Dienst bekommen. Dieser Geist des Glaubens, den er erhalten hatte, weil er seine eigene Unzulänglichkeit nach dem Fleisch erkannte, ließ ihn unbegrenzt an das glauben, was Gott in einem Menschen tun kann. Er erlebte die verwandelnde Kraft des Glaubens: vom Pharisäer, der vor Wut und Todeshass sprühte, hin zu einem, der so erfüllt war von der Liebe Christi, dass er von Ort zu Ort zog, um den Menschen diese befreiende und wundervolle Botschaft des Kreuzes zu verkünden. In diesem Geist des Glaubens redete und diente er so eifrig, dass er einmal als „Schwätzer“ bezeichnet wurde. (Apg. 17,18). Sobald der Geist des Glaubens in ein Menschenherz einzieht, verjagt er Hoffnungslosigkeit und Zweifel. Er räumt altes Gedankengut und alle Selbstgerechtigkeit beiseite. Der wichtigste Schauplatz im Leben eines Menschen ist das eigene Herz. Dort spielt sich der Kampf ab, dort steht oder fällt man. Der Glaube ist eine Gabe Gottes, doch er kann nur durch Kampf bewahrt werden. Deshalb ist der gute Kampf des Glaubens der wichtigste Kampf, den ein Mensch führen kann. Entscheidend ist, welche Stimme wir in unseren Herzen zulassen. „Aber die Gerechtigkeit aus dem Glauben spricht so: „Sprich nicht in deinem Herzen: Wer will hinauf gen Himmel fahren?“ – nämlich um Christus herabzuholen; oder: „Wer will hinab in die Tiefe fahren?“ – nämlich um Christus von den Toten heraufzuholen. Aber was sagt sie? „Das Wort ist dir nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen.“ Dies ist das Wort vom Glauben, das wir predigen.“ (Röm. 10,6–8) Die Gerechtigkeit aus dem Glauben macht das Wort Gottes für uns zugänglich. Sie gibt uns einen Geist ins Herz, der diese Worte des Glaubens verkündet. „Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.“ Deshalb ist es ganz natürlich, dass wir über das sprechen, was uns selbst geholfen hat. Der Ankläger beruft sich auch auf Gottes Wort, doch die Gerechtigkeit aus dem Glauben hält ihm entgegen: „Wiederrum steht auch geschrieben ...“ Wir können den Ankläger niemals besiegen, solange wir auf unsere eigene Gerechtigkeit vertrauen, weil wir das Gesetz zu halten meinen. Denn das Gesetz sagt: „Du sollst nicht begehren“. Die Gerechtigkeit aus dem Glauben hingegen besiegt ihn, denn darin sind Christi Blut und Sterben wirksam. Lasst uns immer in diesem gesegneten Geist des Glaubens leben! Dann werden Ströme lebendigen Wassers von uns ausgehen, die einer sterbenden Welt Hoffnung bringen und unsere Nächsten erquicken.
- Die Herrlichkeit, die Gott dem Sohn gegeben hat!
- Gottes Wille – unsere Heiligung
- Sich selbst reinigen – der Weg zur Herrlichkeit
- Hältst du in der Prüfung stand?
- Vom Geist Gottes getrieben
- Weiß ich es?
- Der Baum und seine Früchte
- Das Wort ward Fleisch
- „... als dem Herrn und nicht den Menschen“
- Sich auf die Zunge beißen
- So Gott will
- Der alles entscheidende Glaube
- Das Leben Christi