Verborgene Schätze

Das Wort ward Fleisch

April 2025

Das Wort ward Fleisch

„Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns.“ (Joh. 1,14) Das sagte Johannes über Jesus. Jesus lebte nach dem Willen des Vaters, und so wurde das Wort im Fleisch offenbart, es war ein Teil von ihm geworden. Jetzt soll das Wort ein Teil von uns werden. Aber wie kann das Wort ein Teil von uns werden? Geschieht dies nicht dann, wenn mir das Wort in meinen Lebensverhältnissen in den Sinn kommt und ich es ergreife und annehme?

Vielleicht befinde ich mich in einer herausfordernden Situation, womöglich in Bezug auf meinen Ehepartner, meine Kinder, einen Bruder oder eine Schwester. Es kann rein gedanklich sein, ich überlege, wie es mir besser passen würde oder warum die andere Person sich nicht so oder so verhält. Vielleicht kommt mir beispielsweise das Wort in den Sinn: „Werdet nicht bitter“. Sobald ich dieses Wort annehme, werden meine Gedanken in eine andere Richtung gelenkt. Mir wird bewusst, dass mein Denken egoistisch geprägt ist, und ich kann mich davon reinigen. Nun geht es darum, an diesem freimachenden Wort festzuhalten, damit sich meine Denkweise verändert. Dann wird Gottes Wort zu meinem Wort, d.h. zu einem Teil von mir.

Vielleicht bin ich in einer Situation, wo sich Bekümmerung breit machen will. Dann redet das Wort zu mir: „Sorget nichts!“ Wenn ich dieses Wort im Glauben ergreife und daran festhalte, kann auch dieses Wort ein Teil von mir werden.

Petrus sagte zu Jesus in Johannes 6,68: „Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast die Worte des ewigen Lebens.“ In Hebr. 4,12 steht geschrieben, dass das Wort Gottes durchdringt, bis es Seele und Geist scheidet, und dass es ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens ist. Auf diese Weise kann Gottes Wort Stück für Stück Teil unseres Lebens werden, wie es Jesus in Johannes 7,38 ausdrückt: „Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen.“ Auf diese Weise wird unser Leben zum Segen für andere.