12 Artikel
- Zum Gedenken an Emil Borch
- Das Leben quillt aus dem Herzen
- Ein Leben vor Gottes Angesicht
- Die Braut auf dem Weg zu ihrem Bräutigam
„Jesu Braut auf dem Weg zu dem Bräut´gam, sie gab ihm ganz ihr Herz, ihren Sinn.“ (Liederbuch WdH 393). Es ist eine große Gnade, eine solche Berufung bekommen zu haben. Doch wir verstehen, dass man für diese Berufung auch eine außergewöhnliche Ausbildung braucht. Und diese Ausbildung sollen wir jetzt in der Gnadenzeit erhalten. Sie kann nur stattfinden, wenn unser ganzes Herz und unser ganzer Sinn Jesus übergeben sind. Die Braut hat natürlich den gleichen Sinn wie ihr Bräutigam: den Sinn, sich selbst zu erniedrigen. Sie lässt sich gerne sagen und ist dankbar für jede Hilfe und alle Ermahnungen. „Darum, ihr heiligen Brüder, die ihr teilhabt an der himmlischen Berufung, schaut auf den Apostel und Hohenpriester, den wir bekennen, Jesus.“ (Hebräer 3,1) Er ist unser Vorläufer, und sein Leben soll immer mehr aus unserem Leben hervorstrahlen. In allen Lebenslagen sollen wir das vor Augen haben: So geht die Braut ihrem Bräutigam entgegen. Wir sollen uns nicht durch das Feuer befremden lassen, das uns widerfährt zu unserer Prüfung, als widerführe uns etwas Fremdes. (1. Petr. 4,12–13). Warum passiert gerade das, was jetzt passiert? Jetzt arbeitet Gott mit uns, damit wir Jesus gleichgestaltet werden können. Im Feuer, das in der Prüfung über uns kommt, sollen wir geschult werden, um unsere himmlische Berufung zu erreichen. Dann gilt es, unsere Berufung und Heiligung vor Augen zu haben. „Hab das Ziel vor Augen, Bruder, in der Not und Trübsalszeit, Das ist nötig, um zu reifen, drum sei froh im Glaubensstreit.“ (Liederbuch WdH 302) Alle Prüfungen, denen wir ausgesetzt werden, sind Ausdruck der großen Güte Gottes uns gegenüber. Sie wurden genau bemessen und abgewogen, damit wir sie aushalten können und aufrecht und siegreich bleiben. Das ist der gute Kampf des Glaubens. Wir sollen es für lauter Freude achten, wenn wir in mancherlei Versuchungen geraten (Jak. 1,2–4). Wie ist das möglich? Wenn wir in unseren Herzen den festen Glauben bewahren, dass wir in allen Versuchungen siegreich sein können. Wenn wir unsere Prüfung bestehen, bewirkt das Geduld – und diese Geduld muss zu einem vollkommenem Werk führen, damit wir vollkommen und unversehrt sind und keinen Mangel haben. Das ist es, wozu wir als Braut Christi bestimmt sind – und das gibt Grund zur Freude. Es ist viel Stärke und Eigensinn in uns, die zerbrochen werden sollen. Und Gott hat wohl mehr damit zu tun, uns niederzubrechen, als uns aufzubauen, wenn die Zeit kommt. Er hat unser ewiges Wohl im Auge. Wir sollen ihn nicht belehren, was wir für unser Heil brauchen. Wir sollen uns unter Gottes gewaltige Hand demütigen und den Weg in Jesu Fußspur finden. „Er, der keine Sünde getan hat, und in dessen Mund sich kein Betrug fand.“ (1. Petr. 2,21–22) Diese Spuren hat uns Jesus hinterlassen und in all den alltäglichen Dingen können wir sie finden. Die Werke, die für uns vorbereitet wurden, liegen direkt vor uns. Doch um sie zu sehen und darin zu wandeln, müssen wir uns demütigen. Und genau das gilt es zu lernen. Lerne Demut! Das ist der Weg – die Fußspur Jesu, der sich selbst erniedrigte. Diese Erniedrigung empfinden wir, wenn das Licht in unsere Herzen scheint und wir Gottes Gericht über die Sünde spüren, die in uns wohnt. Doch wir sollen nicht mutlos und kraftlos werden, sondern ohne Vorbehalt dem Urteil zustimmen, damit das Sterben Christi wirklich in uns stattfinden kann. Dann wird das Leben Christi immer mehr sichtbar, zum großen Segen für unsere Mitmenschen. Mögen unser Leben und unser Wandel wirklich zeigen, dass wir „die Braut auf dem Weg zu ihrem Bräutigam“ sind.Kristian Bekkevold
- „Ihr Gottesfürchtigen, hört zu!“
„Da stand Paulus auf und winkte mit der Hand und sprach: Ihr Männer von Israel und ihr Gottesfürchtigen, hört zu!“ (Apg. 13,16) Im Folgenden erzählt Paulus, wie Gott sein Volk erwählte, wie er es mit starker Hand aus Ägypten herausführte und in der Wüste auf seinen Armen trug. Und wie dann Völker durch die Hand Gottes vernichtet wurden, wie er Richter und dann Propheten in Israel einsetzte, und wie er ihnen schließlich Könige gab, weil sie das gefordert hatten. Gott tat all dies, um seinem Volk zu helfen, seine Gebote zu befolgen: er hatte Gedanken des Friedens über ihnen. Gott segnete sie immer, wenn sie auf seine Worte hörten und seinen Willen taten. So zermalmten sie Könige und vernichteten Völker auf Gottes Befehl hin. Und wenn sie seine Gebote hielten, waren sie unbesiegbar. Aber wir sehen in der ganzen Geschichte des Volkes Israel, dass es ihnen schwerfiel, auf Gottes Befehle zu hören und ihnen zu folgen. Eine Zeit lang hielten sie durch, dann aber wandten sie sich stummen Götzen zu und wollten ihren Nacken nicht mehr unter Gottes Gebote beugen. Dann verließ sie der Segen Gottes und es folgten Niederlagen wie Perlen auf einer Schnur. All das ist ja zu unserer Belehrung geschrieben worden. Es liegt nahe zu denken, wie unglaublich dumm die Israeliten doch damals waren, dass sie nicht auf Gott hörten. Das stimmt zwar, aber wie sieht es denn bei mir aus? Höre ich zu? Oder vergesse ich sofort, wie ich im Spiegel des Wortes aussah? Ich hab doch eine viel höhere Berufung im Neuen Bund, nämlich göttliche Natur! Es braucht schon einiges, um einen Menschen zum Zuhören zu bewegen. Wir sind so mit uns selbst und unseren eigenen Gedanken beschäftigt. Ich mag wohl unter einer kraftvollen Verkündigung des Wortes Gottes sitzen – aber höre ich wirklich auch zu, höre ich wirklich mit den Ohren meines Herzens zu? Höre ich zu, wie ein Jünger Jesu zuhört? Höre ich, dass die Rede mir gilt, dass es um mich ganz persönlich geht? Wem oder was leihe ich mein Ohr? Es gibt so vieles, was uns von dem ablenken kann, worum es eigentlich geht, vom Kern des Evangeliums. In Jesaja 55,3 heißt es: „Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir! Höret, so werdet ihr leben! Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen, euch die beständigen Gnaden Davids zu geben.“ Ich soll mein Ohr zu ihm neigen, es ihm zuwenden. Das ist ein bewusstes Tun. Ich soll mich demütigen und mich arm und bedürftig sehen in meinem Geist, damit ich hören kann, was er mir zu sagen hat. Ich habe Sünde im Fleisch, und dessen muss ich mir mein Leben lang bewusst sein. Wenn ich das in meinem Dienst für Gott vergesse, verliere ich auch die erste Liebe zu Christus. Es sind ja meine Taten, die zeigen, ob ich zuhöre. Was spielt sich in meinem Herzen ab, reinige ich mich dort selbst? Wie kann ich lernen, seinen Willen zu tun, ohne zu hören, was sein Wille ist, und wie kann das Wort mit dem Glauben in meinem Herzen verschmelzen, ohne dass ich höre? Wir leben ja in der Zeit, in der Gott durch seinen Sohn zu uns redet, und alles ist bloß und entdeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben (Hebr. 4,13). Er geht mit großer Präzision vor, um uns genau die äußeren Umstände zu geben, die wir benötigen, damit wir zu dem Teil seines Bauwerkes geformt werden können, als das er uns vorgesehen hat. Wenn dann eines Tages die Steine dieses Gebäudes zusammengefügt werden, wird das ohne Hammerschläge geschehen. Denn in meinem und in deinem Leben ist Gottes Wille geschehen – wie im Himmel, so auf Erden. Lasst uns die Worte aus dem Mund Gottes, wie sie in Markus 9,7 stehen, wirklich zu Herzen nehmen! „Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören!“ Dann und nur dann haben wir eine ewige Zukunft zusammen mit denen, die während ihres Lebens auf ihn gehört und durch Gehorsam gegenüber den Worten des Meisters ein offenes Ohr bewahrt haben!Dagfinn Lindberg
- Liebst du Jesus?
„Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat.“ (Joh. 14,23–24) Viele sagen, dass sie Jesus lieben. Sie lieben es, von Vergebung und vom ewigem Leben mit Ihm zu hören. Aber wie viele halten seine Worte? „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!“ (Mt. 7,1) Das sind Jesu eigene Worte, doch wie sehr habe ich sie mir wirklich zu Herzen genommen? Wenn ich in meinen Gedanken weiterhin andere verurteile und kritisiere, liebe ich Jesus nicht und werde auch keine Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn erleben. „Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten. Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.“ (Joh. 14,15–17) Jesus lieben heißt, die Wahrheit über mich selbst lieben, denn der Geist Jesu ist der Geist der Wahrheit. Wenn ich Ihn liebe und gerne seine Gebote halte, kann ich den Helfer empfangen, den Geist der Wahrheit. Durch Gottes Wort hilft mir dieser Geist, meine elende menschliche Natur immer tiefer zu erkennen, und er gibt mir die Kraft, die Sünde zu besiegen, die in mir wohnt. Das ist der Wandel im Licht (1. Joh. 1,7). „Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh. 8,31–32) Was für eine Befreiung doch darin liegt, die Wahrheit zu erkennen – dass nämlich die Sünde in mir der Grund für all meine Unruhe ist! Das Problem liegt nicht in meinen äußeren Umständen oder bei den Menschen, mit denen ich zu tun habe. Es ist völlig unnötig, andere zu verurteilen oder zu erwarten, dass sie sich meinetwegen ändern sollen. Nur wenn ich Jesus liebe, nach seinem Wort lebe und die Wahrheit über meine Sünde eingestehe, gelange ich zu wahrer Freiheit! „Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.“ (Joh. 8,36)Sverre Risa
- Sein Kreuz auf sich nehmen
- So will ich dich loben mein Leben lang
- Der Eckstein, der die Richtung weist
- „Eure Frucht, dass ihr heilig werdet“
- Ein Reich, das wächst!
- „Dein Wille geschehe!“