Verborgene Schätze

„Ihr Gottesfürchtigen, hört zu!“

März 2026

„Ihr Gottesfürchtigen, hört zu!“

„Da stand Paulus auf und winkte mit der Hand und sprach: Ihr Männer von Israel und ihr Gottesfürchtigen, hört zu!“ (Apg. 13,16) Im Folgenden erzählt Paulus, wie Gott sein Volk erwählte, wie er es mit starker Hand aus Ägypten herausführte und in der Wüste auf seinen Armen trug. Und wie dann Völker durch die Hand Gottes vernichtet wurden, wie er Richter und dann Propheten in Israel einsetzte, und wie er ihnen schließlich Könige gab, weil sie das gefordert hatten. Gott tat all dies, um seinem Volk zu helfen, seine Gebote zu befolgen: er hatte Gedanken des Friedens über ihnen. Gott segnete sie immer, wenn sie auf seine Worte hörten und seinen Willen taten. So zermalmten sie Könige und vernichteten Völker auf Gottes Befehl hin. Und wenn sie seine Gebote hielten, waren sie unbesiegbar.

Aber wir sehen in der ganzen Geschichte des Volkes Israel, dass es ihnen schwerfiel, auf Gottes Befehle zu hören und ihnen zu folgen. Eine Zeit lang hielten sie durch, dann aber wandten sie sich stummen Götzen zu und wollten ihren Nacken nicht mehr unter Gottes Gebote beugen. Dann verließ sie der Segen Gottes und es folgten Niederlagen wie Perlen auf einer Schnur.

All das ist ja zu unserer Belehrung geschrieben worden. Es liegt nahe zu denken, wie unglaublich dumm die Israeliten doch damals waren, dass sie nicht auf Gott hörten. Das stimmt zwar, aber wie sieht es denn bei mir aus? Höre ich zu? Oder vergesse ich sofort, wie ich im Spiegel des Wortes aussah? Ich hab doch eine viel höhere Berufung im Neuen Bund, nämlich göttliche Natur!

Es braucht schon einiges, um einen Menschen zum Zuhören zu bewegen. Wir sind so mit uns selbst und unseren eigenen Gedanken beschäftigt. Ich mag wohl unter einer kraftvollen Verkündigung des Wortes Gottes sitzen – aber höre ich wirklich auch zu, höre ich wirklich mit den Ohren meines Herzens zu? Höre ich zu, wie ein Jünger Jesu zuhört? Höre ich, dass die Rede mir gilt, dass es um mich ganz persönlich geht? Wem oder was leihe ich mein Ohr? Es gibt so vieles, was uns von dem ablenken kann, worum es eigentlich geht, vom Kern des Evangeliums.

In Jesaja 55,3 heißt es: „Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir! Höret, so werdet ihr leben! Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen, euch die beständigen Gnaden Davids zu geben.“

Ich soll mein Ohr zu ihm neigen, es ihm zuwenden. Das ist ein bewusstes Tun. Ich soll mich demütigen und mich arm und bedürftig sehen in meinem Geist, damit ich hören kann, was er mir zu sagen hat. Ich habe Sünde im Fleisch, und dessen muss ich mir mein Leben lang bewusst sein. Wenn ich das in meinem Dienst für Gott vergesse, verliere ich auch die erste Liebe zu Christus. Es sind ja meine Taten, die zeigen, ob ich zuhöre. Was spielt sich in meinem Herzen ab, reinige ich mich dort selbst?

Wie kann ich lernen, seinen Willen zu tun, ohne zu hören, was sein Wille ist, und wie kann das Wort mit dem Glauben in meinem Herzen verschmelzen, ohne dass ich höre?

Wir leben ja in der Zeit, in der Gott durch seinen Sohn zu uns redet, und alles ist bloß und entdeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben (Hebr. 4,13). Er geht mit großer Präzision vor, um uns genau die äußeren Umstände zu geben, die wir benötigen, damit wir zu dem Teil seines Bauwerkes geformt werden können, als das er uns vorgesehen hat. Wenn dann eines Tages die Steine dieses Gebäudes zusammengefügt werden, wird das ohne Hammerschläge geschehen. Denn in meinem und in deinem Leben ist Gottes Wille geschehen – wie im Himmel, so auf Erden.

Lasst uns die Worte aus dem Mund Gottes, wie sie in Markus 9,7 stehen, wirklich zu Herzen nehmen! „Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören!“ Dann und nur dann haben wir eine ewige Zukunft zusammen mit denen, die während ihres Lebens auf ihn gehört und durch Gehorsam gegenüber den Worten des Meisters ein offenes Ohr bewahrt haben!