Verborgene Schätze

Ein Leben vor Gottes Angesicht

März 2026

Ein Leben vor Gottes Angesicht

Wenn wir nicht genug Zeit mit Gott verbringen, werden wir schnell eingebildet und überheblich – was für Gott und gottesfürchtige Leute abscheulich ist. Gott sieht keinen an, der sich selbst für weise hält (Hiob 37,24 SLT), und die Gottesfürchtigen tun das auch nicht. Im Gegensatz dazu führt der ständige Umgang mit Gott und Gottes Wort und ein Leben in Gottes Nähe und vor Gottes Augen dazu, dass man von Gottesfurcht erfüllt wird (1. Chron. 13,12), und man spürt ständig die Züchtigung des Heiligen Geistes in seinem Leben.

Mose bat darum, Gottes Herrlichkeit sehen zu dürfen. Darauf antwortete Gott: „Ich will vor deinem Angesicht all meine Güte vorübergehen lassen.“ (2. Mose 33,18–23) Also machte sich Mose auf den Weg, wie Gott gesagt hatte, und ging früh am Morgen auf den Berg Sinai und wartete auf Gott (2. Mose 34,2). Als Gott niederstieg und Mose begegnete, neigte sich Mose eilends zur Erde und betete an und sprach: „Hab ich, Herr, Gnade vor deinen Augen gefunden, so gehe der Herr in unserer Mitte.“

Diese Gottesfurcht, die Mose hatte, kennzeichnet die Menschen, die nah bei Gott leben. Ihr Leben wird geprägt von Gottesfurcht, Ehrfurcht und Demut. Sie beugen sich und beten Gott an. In Gottes Nähe und unter der Zucht des Geistes werden sie von Überheblichkeit, Selbstsicherheit und Selbstbezogenheit gereinigt. In ihren Herzen ist dieses demütige Gebet: „Herr, lass mich Gnade in deinen Augen finden! Lass mein Leben dir wohlgefällig sein! Verlass mich nicht, Herr, sondern geh mit mir! Ich kann nichts aus eigener Kraft tun, sondern nur das, was du in mir bewirkst, kann ich tun.“ (2. Mose 34,6–9)

In der Nähe Gottes und in der Nähe gottesfürchtiger Menschen zu leben, ist wie ein „ständiges Gericht“ über mein Fleisch und meine Gedanken Psalm 94,11–12: „Aber der Herr kennt die Gedanken der Menschen: Sie sind nur ein Hauch! Wohl dem, den du, Herr, in Zucht nimmst und lehrst ihn durch dein Gesetz.“

Nur durch Gottes Wort kann ich Weisheit und Einsicht bekommen! Meine eigenen Gedanken sind nicht nur teilweise leer – sie sind nichts als Leere. Nur Leere! Darum ist es eine selige Stellung, wenn Gott einen züchtigt und uns durch sein Wort Weisheit und Inhalt geben kann. Weitaus schlimmer ist es, nicht von Gott „angesehen“ zu werden – was der Fall ist, wenn ich mich selbst für weise halte (Hiob 37,24). Lasst uns also froh sein, dass wir Gottes verzehrendes Feuer kennen und dass der, dessen Name „Eifer“ ist, mit uns arbeitet! Das ist ein Zeichen dafür, dass Gott uns liebt. Wir sind mit unserer Selbstklugheit nicht uns selbst überlassen; Gott selbst – durch den Geist der Wahrheit – wirkt in uns, damit alles, was bloße Leere ist, von Gottes Weisheit erfüllt wird.