Adventskonferenz
Gute Freunde, stimmungsvolle Musik, schöne Lieder und Licht in der Dunkelheit des Winters ... Während der Adventskonferenz in Brunstad am ersten Dezemberwochenende herrschte eine ganz besondere Atmosphäre. Wer vor Ort war oder per Übertragung zuschaute, erlebte eine warme und gemütliche Weihnachtsstimmung.
Aber das Wichtigste und Wertvollste war – wie immer – die Botschaft von Jesus Christus, der als Heiland und Erlöser auf die Erde kam!
„Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ (Joh. 3,16). Seht, welche unendliche Liebe uns der Vater erwiesen hat! Er hat die Tür zum ewigen Leben durch den Glauben an Jesus Christus geöffnet. Das ist der eigentliche Kern der Weihnachtsgeschichte. Wir wurden daran erinnert, dass es nicht nur darum geht, zu glauben – wir sind auch dazu aufgerufen, den Weg zu gehen, den Jesus für uns gebahnt hat. Dieser Weg des Lebens in Christus wurde bei der Konferenz eindrücklich und bewegend beleuchtet.
Hier sind einige Auszüge aus den Versammlungen.
Jesus ist das Haupt des Leibes
Kåre J. Smith begann die Konferenz mit dem Wort aus Kolosser 1,15-18: „Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm wurde alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, auf dass er in allem der Erste sei.“
Das ist eine treffende Beschreibung unseres Herrn Jesus Christus. Er ist nicht nur auf die Erde gekommen, um uns die Sündenvergebung zu bringen. Viele Menschen missverstehen die Gnade in Christus und reduzieren sie auf die Vergebung. Wir sind indes zu Gliedern des Leibes berufen, dessen Haupt Jesus ist, und als Glieder dieses Leibes verstehen wir, dass wir, um Christi Leben zu bekommen, auch sein Sterben an uns tragen müssen.
(Röm. 6,8). Paulus drückt sich sehr klar darüber aus und legt ein starkes persönliches Zeugnis ab: „Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.“ (Gal. 2,19-20). Dieses Zeugnis muss in all denen Wahrheit werden, die Teil des Leibes Jesu sein wollen, und dieser Leib ist seine Gemeinde!
Im Laufe der Geschichte haben viele Menschen versucht, Gemeinden nach ihrem eigenen Verständnis und ihrem eigenen Gutdünken aufzubauen. Das hat dazu geführt, dass es viele verschiedene Gemeinschaften auf der ganzen Welt gibt. Aber wie sieht es aus? Ist Christus das Haupt dieser Gemeinden? Christus ist das Haupt nur eines Leibes, nämlich des Leibes, der aus Gliedern besteht, die in allen Tugenden Christi wachsen, damit das Leben Jesu in ihnen offenbar wird (2. Kor. 4,10).
Ein Leib besteht aus vielen Gliedern; nicht alle haben die gleiche Aufgabe, und doch gehören sie zusammen als ein Leib in Christus und sind untereinander einer des anderen Glied (Röm. 12,4-5). Paulus fordert uns auf, einander mit unseren Gnadengaben zu dienen, und betont, dass eine Entwicklung notwendig ist. „Die Liebe sei ohne Falsch. Hasst das Böse, hängt dem Guten an. Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dienet dem Herrn.“ Darüber hinaus gibt er einige weitere praktische Ratschläge, wie wir wachsen können, indem wir das Böse mit Gutem überwinden (Vers 9-21).
Wir können mit so vielem beschäftigt sein und eine Menge bewerkstelligen, aber es ist wichtig, sich dabei die Frage zu stellen: Haben diese Werke wirklich Gewicht? Helfen sie uns, in den Tugenden Christi zu wachsen, oder sind sie unnütz? Paulus drückt sich in 1. Korinther 13,1-3 klar und deutlich aus: Du kannst Großes vollbringen, aber wenn du keine Liebe hast, ist alles für dich nutzlos. Paulus beschreibt die Liebe, indem er das hervorhebt, was ihr Gewicht verleiht: Sie ist langmütig und freundlich, sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles ... (Vers 4-7). Jesus betonte genau das Gleiche gegenüber den Pharisäern, als er auf das Wichtigste im Gesetz hinwies: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue (Mt. 23,23 HFA).
Es ist die Fülle der Tugenden, die unserem Leben wirklich Gewicht verleiht. Gott wägt unsere Taten! Hiob drückt es so aus: „Gott möge mich wiegen auf rechter Waage, so wird er erkennen meine Unschuld!“ (Hi. 31,6). Das Wachstum besteht darin, dass Christus in uns Gestalt annimmt, darin, dass sein Leben in unserem Leben zunimmt. Die Liebe soll zunehmen, und dazu brauchen wir ein tiefes Verlangen nach mehr Liebe. Wenn dies fehlt, können wir eine ganze Menge Dinge tun, ohne uns dabei im Leben Christi zu entwickeln.
Wenn Christus wirklich unser Haupt geworden ist und wir als Glieder an seinem Leib leben, ist er es, der uns führt und durch uns wirkt. Dann geschieht alles, was wir tun mit Worten oder Werken, in seinem Namen, gemäß der Ermahnung des Paulus in Kolosser 3,17. Eltern, Kinder, Männer, Frauen, Sklaven – für sie alle hat er Ermahnungen mit praktischen Beispielen (Verse 18-22); jeder wird aufgefordert, alles, was er tut, „von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen“ zu tun (Vers 23). Dies gibt unserem Handeln eine tiefere Bedeutung und ein größeres Gewicht. Nur wenn wir alles von Herzen als dem Herrn tun, ist es uns möglich, Jesus in seinem Sterben zu folgen, so dass sein Leben aus uns hervorleuchten kann.
Welche eine Herrlichkeit, welch eine Freiheit bringt es doch mit sich – daheim und in der Gemeinde –, wenn Christus in unserem Leben Gestalt annimmt! Wenn wir uns stetig weiterentwickeln und Christus als Haupt des Leibes anerkennen, entsteht Einheit und Harmonie zu Gottes Ehre und wird reichlich Früchte tragen.
Lasst uns deshalb Tag für Tag treu in dieser guten Entwicklung stehen mit dem brennenden Wunsch, zu ihm heranzuwachsen, der das Haupt ist. Dann werden wir den Segen erfahren, der den Gliedern des Leibes verheißen ist, dessen Haupt Christus ist.
Fürchtet euch nicht!
Die Weihnachtsbotschaft handelt von Jesus, und in der Weihnachtszeit erinnern wir uns an sein Kommen auf die Erde. Die Geburt Jesu wird in vielen Teilen der Welt gefeiert. Der Apostel Johannes schreibt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott.“ (Joh. 1,1-2). Jesus kam auf die Erde, um den Menschen einen Weg zurück zu Gott zu zeigen. Johannes fährt fort: „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ (Vers 14).
Jesus ist voller Gnade und Wahrheit! Aber die Frage ist: Was nützt uns die Gnade, wenn wir nicht bereit sind, die Wahrheit über uns selbst zu erkennen? Jesus kam als Mensch auf die Erde, nicht um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen. Er gab sein Leben als Lösegeld für viele (Mt. 20,28).
Wer auf Jesus hört, wird Leben und volle Genüge haben. In Johannes 10,10 sagt Jesus, dass der „Dieb“ kommt, um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen. Es ist traurig, dass so viele Menschen dem Dieb auf den Leim gehen. Anstatt zu dienen und zu geben, wie Jesus es tat, erwartet man ständig etwas von anderen. Das ist das Gegenteil von Dienen – und es bringt kein Leben hervor. Das Wesen eines Diebes ist von Egoismus geprägt, und Zerstörung folgt in seinem Kielwasser. Aber wir, die wir an Jesus glauben, haben Buße getan und uns bekehrt. Und wir haben die Möglichkeit, Jesus auf dem Weg zu folgen, der zum wahren Leben führt.
„Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.“ (Luk. 12,32). Dies sind die tröstenden Worte Jesu an seine Jünger – an diejenigen, die auserwählt waren und die bereit waren, ihm nachzufolgen. Heute sehen wir, wie Unfriede auf der Erde herrscht. Es gibt Kriege und Unruhen, und die Zukunft erscheint unsicher. Aber alle, die eine himmlische Berufung haben und das Evangelium Gottes annehmen, haben keinen Grund zum Fürchten. Es ist Kampf zwischen den Geistesmächten, aber die Kräfte des Himmels werden alles Böse niederkämpfen, und Jesus sagt: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Mt. 28,20). Auf diese Verheißung können wir uns verlassen. Die kleine Herde Gottes hat nichts zu befürchten.
„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.“ (Jes. 9,5). Halte dir einmal vor Augen, wie wunderbar das Leben wird, wenn wir uns in allen Belangen des Lebens von Jesus raten lassen! Gut zueinander sein, in der Liebe bleiben und sich von allem Bösen fernhalten – das ist das Rezept für ein reiches Leben. Wer das Leben in Jesus liebt, benötigt ihn als Ratgeber. Er lehrte uns, uns von allem Bösen abzuwenden und immer Frieden zu suchen. Wenn wir das tun, kann uns niemand wirklich schaden: „Denn wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der hüte seine Zunge, dass sie nichts Böses rede, und seine Lippen, dass sie nicht betrügen. Er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach.“ (1. Pt. 3,8-14).
Jesus möchte sein Leben mit uns teilen, möchte uns volle Genüge geben. Um an diesem Leben Anteil zu bekommen, müssen wir Jesu Geboten gehorchen (Joh. 15,14). Durch Gehorsam werden wir ein Teil der Herde, die mit Christus in einem Leib vereint ist. Diese Menschen haben das Weihnachtsevangelium verstanden, leben in Erwartung und bereiten sich auf die Wiederkunft Jesu vor. Möge Gott uns die Gnade geben, zu ihnen zu gehören!
Halte das Gebot unbefleckt!
Während des Brunstad-Magazins bekamen wir einen Einblick davon, wie wichtig zu allen Zeiten solche Menschen waren, die sich die Ermahnung des Paulus an Timotheus zu Herzen nahmen: „Ich gebiete dir vor Gott, der alle Dinge lebendig macht, und vor Christus Jesus, der unter Pontius Pilatus bezeugt hat das gute Bekenntnis, dass du das Gebot unbefleckt und untadelig bewahrst bis zur Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus.“ (1. Tim. 6,13-14). Zu diesen Menschen zählte Johan O. Smith; indes wissen wir, dass auch viele andere Frauen und Männer zu allen Zeiten für die Wahrheit und die Reinhaltung des Gebots gekämpft haben.
Unsere Verkündigung steht heute noch genauso felsenfest wie zu Johan O. Smiths Zeiten, und wir sind entschlossen, auch weiterhin das Evangelium Jesu Christi zu verbreiten und es allen Völkern zu verkünden. Deshalb wollen wir jetzt unsere Literatur allen verfügbar machen, die nach der Wahrheit suchen und das Evangelium hören wollen. Gleichzeitig werden wir darauf achten, dass das, was veröffentlicht wird, ausschließlich von treuen Jüngern Jesu geschrieben wird, die das Gebot unbefleckt und untadelig gehalten haben.
Kåre J. Smith ermahnte uns, dem Evangelium gehorsam zu sein. Genauso arbeitete seinerzeit auch Paulus mit den Menschen: Er wollte den Gehorsam des Glaubens aufrichten, wie es in Römer 1,5 heißt. Es hilft nichts, die beste Botschaft der Welt zu haben, solange man ihr nicht gehorsam ist. In dem Fall ist sie uns zu nichts nütze (Hebr. 4,2). Paulus drückt das sehr klar aus: „Ich ermahne euch aber, Brüder und Schwestern, dass ihr auf die achtet, die Zwietracht und Ärgernis anrichten entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, und euch von ihnen abwendet.“ (Röm. 16,17).
Nur wenn wir der Lehre gehorsam sind, die uns verkündigt wurde, können wir Teilhaber der Herrlichkeit und der kostbaren und allergrößten Verheißungen werden, nämlich Anteil an der göttlichen Natur bekommen (2. Pet. 1,3-4). Selbst Jesus, der Sohn Gottes, musste Gehorsam lernen (Hebr. 5,7-8). Durch seinen Gehorsam gegenüber Gottes Gesetzen und Geboten hat er einen Weg für uns gebahnt. „Und da er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber der ewigen Seligkeit geworden.“ (Vers 9). Er hat das nicht getan, um uns den persönlichen Gehorsam zu ersparen, sondern vielmehr, um es uns zu ermöglichen, in seine Fußstapfen zu treten und den gleichen Gehorsam gegenüber Gottes Willen zu praktizieren.
Viele Menschen wollen gern Jesus als Sühnopfer annehmen und kommen zu ihm, um Vergebung der Sünden zu erlangen. Aber wie viele haben wohl Jesus als persönlichen Herrn angenommen? Jesus selbst sagt: „Was nennt ihr mich aber Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage?“ (Luk. 6,46). Damit Jesus wirklich Herr unseres Lebens ist, müssen wir auch in ihm leben und unseren eigenen Willen opfern, um in allen Dingen Gottes Willen zu tun (Kol. 2,6). Wenn man dem Herrn nicht gehorsam ist, gerät man unter den Einfluss der Bösen. „Denn es haben sich einige Menschen eingeschlichen, über die schon längst das Urteil geschrieben ist: Gottlose sind sie, verkehren die Gnade unseres Gottes ins Gegenteil, in Ausschweifung, und verleugnen unsern alleinigen Herrscher und Herrn Jesus Christus.“ (Jud. 4). Wer so lebt, entfernt sich mit voller Geschwindigkeit vom Evangelium.
Der Mensch Jesus Christus ist der einzige Vermittler zwischen Gott und den Menschen (1. Tim. 2,5). In seiner großen Liebe sandte Gott seinen eigenen Sohn als Mensch in die Welt, um die Sünde im Fleisch zu verdammen. „Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt war, das tat Gott: Er sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündigen Fleisches und um der Sünde willen und verdammte die Sünde im Fleisch.“ (Röm. 8,3).
Durch das Leben Jesu und seinen vollständigen Sieg über die Sünde ist es nun für uns möglich, die Sünde in unserem eigenen Fleisch zu überwinden.. Jesus stellte sich der Macht der Sünde entgegen und errang einen überwältigenden Sieg. Der Weg ist also frei für uns! „Weil wir denn nun, Brüder und Schwestern, durch das Blut Jesu den Freimut haben zum Eingang in das Heiligtum, den er uns eröffnet hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, das ist: durch sein Fleisch.“ (Hebr. 10,19-20).
Kåre J. Smith ermutigte uns, in allen Dingen zuerst das Reich Gottes zu suchen, damit wir das Evangelium in seiner tiefsten Bedeutung verstehen und leben können. Diese Wahrheit ist ein Geheimnis, das nur die Gottesfürchtigen wirklich begreifen können. „Und groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens: Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.“ (1. Tim. 3,16).
Lasst uns zu denen gehören, die diese Offenbarung verstehen und das Gebot unbefleckt und untadelig halten!