Verborgene Schätze

„Sie haben Mose und die Propheten; die sollen sie hören.“ (Luk. 16,29)

Januar 2025

„Sie haben Mose und die Propheten; die sollen sie hören.“ (Luk. 16,29)

Es ist sehr entscheidend für uns, zu verstehen und darauf zu achten, wie wir hören. Dazu ermahnt uns auch Jesus in Lukas 8,18 im Gleichnis vom Sämann: „So seht nun darauf, wie ihr hört.“

In Jesu Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus lesen wir, dass der reiche Mann, der sein ganzes Leben lang im Luxus gelebt hatte, im Reich des Todes in seiner Qual die Augen aufhob. Da sah er, dass Lazarus, den er täglich vor seiner Tür gesehen hatte, in Abrahams Schoß lag (Luk. 16,29-31). Weil er Qualen litt, bat er Abraham, Lazarus zu senden, damit dieser nur seine trockenen Lippen befeuchten möge. Abraham wies ihn darauf hin, dass zwischen ihnen „eine große Kluft“ bestehe und deswegen solche Bitten nicht erfüllt werden könnten! In seiner Verzweiflung wegen seiner fünf Brüder bat er nun darum, dass Lazarus zu ihnen gesandt werde, „damit sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual“ (Vers 28). „Abraham aber sprach: Sie haben Mose und die Propheten...Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde.“ (Vers 29 und 31).

Der Hinweis Abrahams ist so bedeutsam: Augen und Ohren müssen geöffnet werden, um empfänglich für Gottes Wort zu sein und es zu verstehen.

„So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi“, steht in Römer 10,17 geschrieben. Wir sehen also, wie bedeutungsvoll Jesu Warnung ist, dass wir darauf achten sollen, wie wir hören! Das ist der Schlüssel zum Glauben. „Aber ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer vor Gott tritt, muss glauben, dass er ist und dass er die ehrt, die ihn fleißig suchen.“ (Hebr. 11,6). In unseren Ortsgemeinden sollten wir mit Fleiß üben, mit dem ganzem Herzen zu horchen, mit der Einstellung, dass wir die Gebote, die in unsere Herzen geschrieben sind, befolgen wollen. „... dass der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht.“ (5. Mose 8,3)

„Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!“ (Offenb. 2,7). Dieser Satz wird in Offenbarung 2 und 3 mehrmals wiederholt, um uns einzuprägen, wie wichtig es ist, darauf zu achten, wie wir hören!

Was sagt der Geist den Gemeinden? Dass Jesus sehr genau hinsieht und das Werk seiner Diener sowohl tadelt als auch lobt! Vielleicht fragst du dich, ob er wohl auch heute unsere Gottesdienste mitverfolgt. „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen“. (Matth. 18,20). Ja! Diese Verheißung gibt uns die Gewähr, dass wir im neuen Bund, heute, Jesus noch näher und viel persönlicher hören können als im alten Bund (Hebr. 1,1). Jesus sagt zu den selbstsicheren Schriftgelehrten und Gesetzeskundigen: „...der euch verklagt, ist Mose, auf den ihr hofft.“ „Wenn ihr Mose glaubtet, so glaubtet ihr auch mir; denn er hat von mir geschrieben.“ (Joh. 5,45-46). Heute sagt der Geist deutlich: „Auf ihn sollt ihr hören.“ (Matth. 17,1-5 HFA). Wir können das auch auf uns und unsere Zeit übertragen – ähnlich wie Abraham es zu dem reichen Mann im Totenreich sagte –: Du hast Jesus, der im Fleisch geoffenbart ist, und die Propheten! Lasst uns heute wachsam sein, um ihn zu hören!

Unter dem Gesetz war es Mose, der gepredigt, gehört und dem geglaubt werden sollte! Heute ist es Jesus, der die Erfüllung des Gesetzes und der Propheten ist, der gepredigt, gehört und dem geglaubt werden soll. Die Aufforderung: „Wer Ohren hat zu hören, der höre“ beinhaltet selbstredend, dass es sich bei den Angesprochenen um ein „auserwähltes Geschlecht“ handelt, wie Petrus in seinem ersten Brief in Kapitel 2,9 formuliert, „ein Volk zum Eigentum.“ Wozu aber brauchen du und ich Ohren, um zu hören, wenn nicht, um auch danach zu tun? Wir müssen so leben, dass wir ihn lobpreisen können, der uns berufen hat aus der Finsternis in sein wunderbares Licht, „damit die Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, in uns erfüllt werde, die wir nun nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist.“ (Röm. 8,4). Diejenigen, die ein Ohr haben, um zu hören, was der Geist der Gemeinde sagt, werden auch, wie Petrus weiter schreibt, eifrig darin sein, ihre Berufung und Erwählung festzumachen (2. Pet. 1,10-11 HFA)

Mögen wir genau auf das achten, was der Geist der Gemeinde und uns persönlich sagt, damit uns „reichlich gewährt wird der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilands Jesus Christus“ (2. Petr. 1,11).