Verborgene Schätze

Wandelt, solange ihr das Licht habt

Februar 2025

Wandelt, solange ihr das Licht habt

„Da sprach Jesus zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Wandelt, solange ihr das Licht habt, dass euch die Finsternis nicht überfalle. Wer in der Finsternis wandelt, der weiß nicht, wo er hingeht. Glaubt an das Licht, solange ihr‘s habt, auf dass ihr des Lichtes Kinder werdet.“ (Joh. 12,35–36)

Und in Johannes 11,10 sagt er: „Wer aber bei Nacht umhergeht, der stößt sich; denn es ist kein Licht in ihm“. Jesus ermahnt uns, zu wandeln, solange wir das Licht haben – das bedeutet ja, dass das Licht nur für eine Weile da ist.

In unserem täglichen Leben kommen wir in verschiedene Verhältnisse, die uns auf die Probe stellen – dann zeigt sich, ob wir wahre Jünger sind. „Beeil dich, wenn der Geist dich mahnt! Wandle, solange das Licht scheint“, singen wir in dem Liederbuch „Wege des Herrn“ 396 (wörtlich übersetzt aus dem Original). Wenn ich wach und aufmerksam bin, lasse ich mich leiten und handle nach dem Licht, das mir scheint. Erkenne ich meine eigene Schlechtigkeit, akzeptiere ich das Gericht darüber? Erkenne ich ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden und werde so seinem Tode gleich gestaltet? (Phil. 3,10). Ja, dann werde ich an den Siegen und Früchten teilhaben, an dem Trost, dem Frieden und der Freude (Phil. 2,1–2). Habe ich mich in den Verhältnissen des Lebens Jesus Christus übergeben, gehe ich ihm entgegen und werde mehr und mehr seinem Tode gleich gestaltet.

„Besonnenheit [norw. Übers.: Nachsinnen] wird dich bewahren und Einsicht dich behüten.“ (Spr. 2,11). Wenn ich an Äußerungen und Handlungen zurückdenke, kann ich mich daran erinnern, was ich gedacht, getan – nicht getan, gesagt – nicht gesagt habe. Ich kann mich dann schämen und meine eigene Sünde und Torheit erkennen und mich dafür richten – und das muss ich auch tun! Aber mehr noch: Wir können Gnade empfangen, um in der Situation noch fokussierter zu sein, wenn das Licht scheint, wir können gehorsam sein, solange wir das Licht haben! Wir sind Kinder des Lichts, und die Sünde nimmt ab. Die Leiden und Klagen werden immer weniger! Was die Leute denken und glauben, wird weniger wichtig, ebenso wie unser eigener Name und Ruf, unsere eigene Ehre usw.

Ja, lasst uns dem Himmelreich Gewalt antun und es an uns reißen (Mt. 11,12). So wird das Reich Gottes in uns sein – welch herrliches und aufrechtes Leben! (Lk. 17,21; Röm. 14,17–19)