„Erforsche mich, Gott ...“
„... und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich‘s meine. […] und leite mich auf ewigem Wege.“ Davids Gebet in Psalm 139 war: Prüf mich, schau in meinen Alltag, lies meine Gedanken. Schau, wie gut und erbaulich ich über meine Brüder und Schwestern denke. „Mich nun leitet edles Denken, Jesu Leben bricht hervor.“ singen wir in Lied Nr. 361 in WdH (Wege des Herrn). Wie schön und himmlisch ist diese edle, erhabene Gemeinschaft, in der göttliche Natur hervorbricht.
„Ich hab nicht erlangt, was ich schaue, drum ist jetzt für Schlaf keine Zeit. O welch eine Tiefe des Reichtums für jeden, der glaubt, liegt bereit!" singen wir in Lied Nr. 75 in WdH. Es ist Gottesfurcht nötig, um zu Gottes Weisheit und Erkenntnis zu gelangen. Das Wort muss gelebt werden; dann werde ich erfahren, dass es gelingt. Durch Glauben werden wir erreichen, was wir schauen; durch den Glauben werden wir das verheißene Land erreichen; durch Glauben werden wir unsere Feinde besiegen; durch den Glauben werden wir nach dem Siegespreis jagen, der vor uns liegt; durch den Glauben werden wir zur vollkommenen Ruhe in Christus Jesus gelangen, durch den Glauben werden wir die himmlische Herrlichkeit genießen, die vor uns liegt.
„Sollte ich nicht hassen, Herr, die dich hassen, und verabscheuen, die sich gegen dich erheben?“ () Mein Fleisch – mein Eigenwille, mein irdisches Gedankengut, mein Egoismus und mein Hochmut – erhebt sich unaufhörlich gegen den Willen des Herrn. Sollte ich es dann nicht mit vollkommenem Hass hassen? Hass führt zum Tod – zu vollkommener Befreiung. Erforsche mich, Gott, und erkenne die Reinheit meines Herzens, meine Gottesfurcht, mein Verlangen und meine Sehnsucht, Jesus Christus gleichgestaltet zu werden. Das ist wahr, ganz und gar wahr, kein Betrug, kein leichterer Weg. Du bist mein Gott; dir allein will ich gefallen. Erforsche mich, Gott, und lass dein Wort in meinem Leben in Erfüllung gehen. Es ist möglich, es gelingt! Das Gebet ist dann: „Bewahre mich, Gott, in dieser demütigen Haltung vor deinem Angesicht, und leite mich auf dem ewigen Weg, damit ich eines Tages für immer mit dir zusammen sein darf – dort, wo du bist, gemeinsam mit allen Heiligen, die uns vorausgegangen sind und uns den Weg gezeigt haben.“