Wie ein kleines Kind

Seit dem Sündenfall kämpfen die Menschen um Stellung, Ehre, Macht und Reichtum. Diese Tendenz wohnt im Fleisch eines jeden Menschen. Selbst Jesu Jünger, die ihn aus nächster Nähe gesehen und gehört hatten, fragten sich, wer von ihnen wohl der Größte im Himmelreich sei. Es muss sie überrascht haben, dass Jesus ein kleines Kind zu sich rief und sagte: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dieses Kind, der ist der Größte im Himmelreich.“ ()

Es liegt Jesus am Herzen, dass ich verwandelt werde – dass mein Denken neu wird (). Gott kann meine Denkweise verändern, sodass ich nicht länger nach der Art dieser Welt denke. Ich kann eine völlig neue Denkweise bekommen – frei von dem Streben nach Ehre, Macht, Geld, Ansehen und Selbstklugheit. Was Elihu Pedersen diesbezüglich im folgenden Lied ausdrückt, ist so wahr: „Nie und nimmer, nie und nimmer kommen solche in das Himmelreich. Viele wollten‘s, doch misslingt es immer, eh der Sinn dem kleinen Kind wird gleich.“

Ein kleines Kind trägt keinen Neid in sich und kennt weder Forderungen noch Sorgen oder bittere Gedanken. Ein kleines Kind lebt in einem natürlichen Abhängigkeitsverhältnis zu seinen Eltern und vertraut ihnen vollkommen und vorbehaltslos. Ein kleines Kind macht sich keine Gedanken darüber, wer der Größte ist, sucht nicht seinen eigenen Vorteil und hat keine verborgenen Motive. Sein ganzes Dasein ist geprägt von seinem reinen himmlischen Geist. Das ist etwas ganz anderes als der irdische Sinn, von dem die meisten Menschen nach und nach immer stärker geprägt und verunreinigt werden.

Deshalb ist es lebensentscheidend, auf dem Weg der Demut zu wandeln und ständig tiefer zu gehen, damit ich in Wahrheit in kindlicher und einfältiger Treue zu Christus bewahrt bleibe. Dann ist meine Gesinnung richtig auf meinen Herrn und Meister ausgerichtet und ich werde ein Gefäß zu Ehren: geheiligt, brauchbar für den Hausherrn, bereit zu jedem guten Werk! ()