12 Artikel
- Keine behauenen Steine im Altar
- Der Geisteskampf – der gute Kampf des Glaubens
- Der Spiegel der Selbsterforschung
- Mitarbeiter der Wahrheit
Paulus erwähnt in vielen seiner Briefe verschiedene Brüder und Schwestern, die seine wertvollen Mitarbeiter waren und so wichtig für ihn, dass er sie besonders grüßen lies. Er schreibt auch von „Mitbruder“ und „Mitstreiter“. Paulus war sehr dankbar für solche Geschwister, auf die er sich verlassen konnte, und die Teil hatten an der Arbeit, die in Christus geschah. Paulus hatte in Timotheus einen solchen Mitbruder, der so ganz seines Sinnes war und herzlich für die Philipper sorgen konnte. Genauso ist es auch heute. Wir sind von Herzen dankbar für unsere Mitbrüder und Mitschwestern, die uns helfen, an unserem Heil und an der Erbauung von Christi Leib zu arbeiten. Ich sehe mehr und mehr, dass ich ohne meine Mitstreiter ein hoffnungsloser Fall wäre. In 1. Korinther 3,9 schreibt Paulus: „Wir sind Gottes Mitarbeiter …“ Gott ist in seiner Arbeit – der Zubereitung von Christi Braut – ganz auf Mitarbeiter angewiesen, und solche dürfen, ja sollen wir sein. Welch eine herrliche Berufung – Mitarbeiter Gottes! Christ Leib, die Gemeinde, wird mithilfe solcher treuen, selbstlosen und demütigen Arbeiter zubereitet. Viele tragen durch ihren sichtbaren Dienst bei, aber viele auch durch ihren Dienst im Verborgenen! Alle haben ihren Platz, an dem sie zusammen mit allen Heiligen zu einer Behausung Gottes im Geist heranwachsen und mehr und mehr zu einem Block zusammengeschweißt werden! Ein herrliches Wunderwerk! Natürlich kann man nicht ohne Weiteres ein Mitarbeiter oder Haushalter werden. In Gottes Reich ist alles an Bedingungen gebunden, und Gott selbst wählt sich seine Mitarbeiter aus, solche, die treu erfunden werden und fest in der Wahrheit stehen. Solche lieben die Wahrheit. Wenn also das Licht auf den Vorhang scheint, dann drängt uns die Liebe Christi und wir drängen uns mit Macht hinein, um am ewigen Heil Teil zu bekommen. Da das Haus Gottes, die Gemeinde, Säule und Grundfeste der Wahrheit ist (1. Tim. 3,15), ist es nicht verwunderlich, dass Johannes uns in seinem 3. Brief in Vers 8 ermahnt, Mitarbeiter der Wahrheit zu werden. Das fordert absolute Reinheit, ungefärbte Bruderliebe und eine Liebe zu allen Menschen, ohne Ansehen der Person. Wenn wir solche Arbeiter und Diener sind, dann werden auch wir, so wie Demetrius, Zeugnis von der Wahrheit selbst bekommen (1. Tim. 3,12). Solche Menschen haben stets acht auf sich selbst und auf die Lehre. Alle, die darin beharren und das tun, werden sich selbst erretten und die, die auf sie hören (1. Tim. 4,16), sie werden also Mitarbeiter der Wahrheit! Jesus sagt: „Mein Wort ist die Wahrheit.“ Und in Hebräer 4 steht von jenen geschrieben, die nicht durch den Glauben mit dem Wort verschmolzen wahren. Im Feuerofen der Prüfung kann ich mit der Wahrheit zusammenarbeiten, indem ich im Glauben mit dem Wort, das ich höre, verschmelze. Erst dann wird es mir zur Hilfe, und ich werde ein nützlicher Mitarbeiter. Möge Gott uns alle dabei stärken!Johannes Wagner
- Glaubst du Gottes Wort?
- Gott schmückt die Sanftmütigen mit Heil
- „Knechtsgestalt“ bewahren
In Philipper 2,7 steht: „... sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.“ Jesus nahm Knechtsgestalt, die Gestalt eines Dieners, an, als er auf die Erde kam. Und er bewahrte diese Dienergesinnung bis zum Schluss. Am Ende seines Lebens, in Gethsemane, betete er: „… doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst!“ (Mt. 26,39) Um diese Dienergesinnung bewahren zu können, musste er sich selbst erniedrigen und der Stimme des Vaters in seinem Inneren gehorsam sein (Phil. 2,8). Damit eröffnete Jesus den Weg des Heils, die Rettung von all dem Hochmut, der durch den Sündenfall ins Fleisch gekommen war. Er sagt: „Wo ich bin, da soll mein Diener auch sein.“ (Joh. 12,26) Im Fleisch wirken starke Kräfte, die uns dazu drängen, uns zu überheben. Wenn wir uns in der Dienergesinnung bewahren wollen, müssen wir der Stimme Jesu in unserem Inneren Folge leisten und da sein, wo er ist. Da heißt es immer: „Nicht mein Wille“ – nicht meine Vorstellungen, keine eigenen Gedankenkonstrukte oder Ideen, wie andere sich verhalten sollten oder wie die Dinge eigentlich laufen sollten usw. Jesus ist das Haupt, ich bin sein Diener. Diese Haltung soll ich bis an mein Lebensende bewahren. Ständig kommt einer dieser hochmütigen Gedanken hoch, der gekreuzigt werden muss. Die Frage ist, ob ich die Gnade bekomme, mein Selbstleben zu erkennen. Denn erst dann kann ich es durch seine Kraft verlieren. Jesu Kampf wird in Hebräer 5,7 beschrieben: Er, der niemals sündigte und in dessen Mund sich kein Trug fand, kämpfte bis ganz zum Schluss. Es steht dort so ermutigend: „… und er ist erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt.“ In dieser Gottesfurcht soll auch ich leben, um in der Dienergesinnung bewahrt zu bleiben. Dazu muss ich mir der beträchtlichen Gefahr bewusst sein, aus der Haltung eines Dieners herauszufallen. Es gibt verschiedene Phasen im Leben und unterschiedliche äußere Umstände. Paulus schreibt von Überfluss, Armut, Verfolgung, Ehre, Schande usw. Doch in all dem erwies er sich als Diener Gottes (2. Kor. 6,4–10). Die Gottesfurcht bewahrt mich davor, die Dienergesinnung zu verlassen, die mich in den wechselnden Zeiten und Lebensumständen bewahren kann. Durch sie habe ich teil an dem gewaltigen Heil, zu dem ich berufen bin. Sie lehrt mich, mich selbst zu erniedrigen, zu erkennen, dass ich ein Fleisch habe, in dem nichts Gutes wohnt. Nur durch Gottesfurcht kann ich mich ihm nahen, sodass er sich mir naht und mich vom Hochmut befreit. Lebe ich ihm nahe, dann finde ich den Hochmut, und es entsteht ein dringender Hilferuf nach Heiligung. In Jesaja 57,15 heißt es: „Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen.“ In solchen Menschen kann er sein Heiligungswerk vollbringen. Auch im Dienst in der Gemeinde soll ich diese Dienergesinnung bewahren, unter den Geschwistern, wo Jesus mich hingestellt hat, um zu dienen – nicht, um zu herrschen. Im darauffolgenden Kapitel 58 steht vom rechten Fasten. Hier zeigt sich, wie leicht es ist, die Dienergesinnung zu verlassen, wie leicht man beginnt, anderen Lasten aufzubürden und sie in Gedanken festzubinden (Jes. 58,6–7). Nur der wahre Gottesdienst ermöglicht es mir, den anderen zu dienen und dort zu helfen, wo Not ist. „Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des Herrn wird deinen Zug beschließen. Dann wirst du rufen und der Herr wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich. Wenn du in deiner Mitte niemand unterjochst und nicht mit Fingern zeigst und nicht übel redest.“ (Jes. 58,8–9) Einem solchen Diener des Herrn gelten die Verheißungen in den Versen 10–12: „... dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag.“ In dieser Dienergesinnung kann ich zur Erbauung der Gemeinde beitragen und so dienen, wie es in Vers 12 steht: „... und du sollst heißen: ‚Der die Lücken zumauert und die Wege ausbessert, dass man da wohnen könne‘.“ Dann können sich die Menschen um mich herum sicher und gesegnet fühlen.Juan Carlos Maier
- Selbstbehauptung
- An wen wenden wir uns?
- Ein königlicher Geist
- Ein Opfer, das Gott gefällt
„Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.“ (Röm. 12,1) Das soll mein Alltag sein. Jeder Tag soll darin bestehen, dass ich, so wie ich bin, meinen Leib hingebe und ein Opfer bin – das ist der geistliche Gottesdienst. Dafür opfere ich meine Kräfte, meine Zeit und vielleicht auch mein Geld, um anderen zu dienen. Paulus schreibt also nicht nur, dass wir ein Opfer sein sollen, sondern er sagt ganz klar: ein Gott wohlgefälliges Opfer, also ein Opfer, das Gott gefällt. Wenn wir es hier auf der Welt gut haben wollen, dann gilt es, unserer Berufung zu folgen. Wir sollen von der Sünde frei gemacht werden und in Gottes Dienst treten (Röm. 6,22). Wenn wir dann von der Sünde frei gemacht wurden, sollen wir uns in den Dienst Gottes stellen und ihm von ganzem Herzen dienen. Tun wir das nicht, werden wir wahrscheinlich bald wieder in unsere alten sündigen Gewohnheiten zurückfallen. Stellen wir uns aber mit allem, was wir haben, in den Dienst Gottes, führt das zu Heiligung und am Ende zu ewigem Leben! Zu dieser Berufung sollten wir Ja sagen – und zwar ein echtes, ehrliches und lautes JA! Wir sollen ernsthaft in seinen Dienst treten, erst dann – und nur dann – können wir ein Opfer sein, das Gott gefällt. Dann ist Schluss damit, dass wir Menschen gefallen wollen. „Will ich denn jetzt Menschen oder Gott überzeugen? Oder suche ich, Menschen gefällig zu sein? Wenn ich noch Menschen gefällig wäre, so wäre ich Christi Knecht nicht.“ (Gal. 1,10) Wenn ich Menschen diene, bin ich kein Diener Christi. Ich kann meine Zeit, meine Kräfte und mein Geld in großen Mengen opfern – wenn es nicht für Gott getan wird, nützt es mir nichts. Gott zu dienen, heißt nur seinen Willen tun: „Allein seinen Willen zu sehen und zu tun sei von nun an dein Stab und deine Stütze.“ (Liederbuch WdH 146, wörtl. Übers.) Anstatt nach dem Willen der Menschen zu dienen, sollte ich lieber zu Sieg über bewusste Sünde kommen, mich ganz in den Dienst Gottes begeben und mit ihm zusammenarbeiten. Dann kann ich mich durch seine Wirkungen Gott als eine Waffe zur Gerechtigkeit hingeben (Röm. 6,13). Ich muss mich von den Menschen frei machen, damit ich mich für sie so opfern kann, wie Gott es will: „Und sie gaben nicht nur, wie wir gehofft hatten, sondern sie gaben sich selbst zuerst dem Herrn und uns durch Gottes Willen.“ 2. Kor. 8,5 Alles, was ich tue, tue ich für Gott. Nur sein Wille ist für mich wichtig. Was die Leute denken und meinen, ist unwichtig, wenn Gott am Werk ist. Lasst uns Gottes Wirkungen durch dick und dünn gehorchen. Ob die Menschen um uns herum uns in den Himmel loben oder uns in den Dreck ziehen: Wir können unser Kreuz auf uns nehmen, unser Leben finden und zur Heiligung kommen. So sind wir glücklich, weil wir wissen, dass das, was wir getan haben, für ihn getan war.William Risnes
- Zum ewigen Leben bestimmt!