Verborgene Schätze

Selbstbehauptung

Dezember 2025

Selbstbehauptung

„Das Wort vom Kreuz macht mit Torheit Schluss.
Alles Böse da sterben muss.
Bessres Freiwerden gibt es nicht,
Dieser Weg ganz vollkommen ist.“ (Christliches Liederbuch Wege des Herrn Nr. 182, Vers 5). Auch wenn wir durch den Tod Jesu versöhnt sind, gibt es immer noch viel Torheit, die weiterhin in unserem Fleisch wohnt. Alle Sünde ist Torheit, und Selbstgefälligkeit ist wohl eine der größten Torheiten, die dort wohnt.

Jakobus schreibt in Kapitel 3,14-16: „Habt ihr aber bitteren Neid und Streit in eurem Herzen, so rühmt euch nicht und lügt nicht der Wahrheit zuwider. Das ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern sie ist irdisch, menschlich und teuflisch. Denn wo Neid und Streit ist, da sind Unordnung und lauter böse Dinge.“

Auch wenn wir diese schreckliche Sünde nicht in unseren Herzen tragen, so tragen wir sie doch in unserem Fleisch. Wenn wir nicht aufpassen, wird sie sich in unserem Alltag, zu Hause, bei der Arbeit und in unserem Dienst in der Gemeinde bemerkbar machen. Das hat einen negativen Einfluss auf die Gemeinschaft, die wir so gerne mitgestalten und aufbauen wollen. Das starke „Ich“ bringt Chaos und alles, was böse ist.

Vielleicht bekommen wir von jemandem eine Ermahnung, und wenn wir sie annehmen wollen, müssen wir uns erniedrigen. Das zeigt, wie stark die Selbstgefälligkeit in uns steckt.

Hier wirkt das Kreuz herrlich, indem es all diese Torheit, all diese Selbstbehauptung, dieses antichristliche Wesen vertreibt. Das sorgt für Wärme und Gemeinschaft.

„Als er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach zu ihnen: Wisst ihr, was ich euch getan habe? Ihr nennt mich Meister und Herr, und sagt es mit Recht, denn ich bin es auch. Wenn nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch untereinander die Füße waschen. Denn ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe.“ Joh. 13,12–15.

Hier sehen wir Jesu Sinn und Wesen. Er, unser großer Herr und Meister, hat sich erniedrigt und dient den Jüngern; er sagt: „Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe.“ Das muss auf die Jünger großen Eindruck gemacht haben, und es ist für uns alle ein starkes Beispiel dafür, wie wir in der Gemeinde arbeiten und dienen sollten. Alles steife, stolze und hochmütige Wesen zerstört die Gemeinschaft; denen aber, die in der Erniedrigung stehen, wird die Gnade gegeben, etwas aufzubauen.

Anlässlich der Beerdigung von Aksel J. Smith wurde das Lied Nr. 353 geschrieben, und im 4. Vers steht: „Verwandelt wird, wer demütig im Innern; Das Böse weicht und Güte strömt hinein. Durch diesen Reichtum kann er trösten, lindern, hat Teil an Jesu Dienersinn, so rein.“

Wenn das Wort vom Kreuz auf die Selbstgefälligkeit wirkt, wird diese Torheit Tag für Tag ausgetrieben. Wir werden innerlich verwandelt und in Wahrheit demütig. Dann kann die Güte auch von uns hervorströmen, um all jenen Trost und Ermutigung zu geben, die sich nach der Erlösung in Jesus Christus sehnen.