Was geht es dich an?
„Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was wird aber mit diesem? Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!“ (Joh. 21,21–22)
Petrus sollte Jesus in den Werken nachfolgen, die für ihn bereit gelegt waren. Jesus wies ihn umgehend darauf hin. Diese gesegnete Botschaft hilft auch uns, denn es entsteht viel Unruhe, wenn wir uns damit beschäftigen, was die anderen tun: Warum taten sie das? – Warum bekamen sie diese Aufgabe? – Warum fragen sie nicht mich? usw. – Jesus gibt eine klare Antwort: „Folge du mir nach!“ Ich soll treu sein und dort wachsen, wo ich hingestellt bin; dazu werden wir oft ermahnt.
„Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus.“ (Eph. 4,15) Hier kann ich Jesus auf dem Weg folgen, den er ging, und in allen Bereichen ihm nacheifern, egal, was um mich herum passiert oder was die anderen tun oder lassen.
Paulus schreibt in 1. Korinther 12,15–16: „Wenn der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum gehöre ich nicht zum Leib!, gehört er deshalb etwa nicht zum Leib? Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum gehöre ich nicht zum Leib!, gehört es deshalb etwa nicht zum Leib?“ Der Fuß, die Hand, das Auge und das Ohr gehören alle zum Leib, haben aber unterschiedliche Aufgaben. Dann schreibt Paulus weiter in Vers 18: „Nun aber hat Gott die Glieder eingesetzt, ein jedes von ihnen im Leib, so wie er gewollt hat.“ Warum sollte ich nicht damit zufrieden sein, dass Gott jeden Einzelnen so in den Leib eingefügt hat, wie er es wollte?
„Niemand aber unter euch leide als ein Mörder oder Dieb oder Übeltäter oder als einer, der in Fremdes eingreift.“ (1. Petr. 4,15) Es ist seltsam, dass jemand, der sich in die Angelegenheiten anderer einmischt, im selben Vers erwähnt wird wie ein Mörder, Dieb usw., aber so ist es eben. Es ist lebenswichtig, ganz damit aufzuhören, sich in die Angelegenheiten anderer einzumischen – flieh davor! Dann erhältst du deine Anweisungen nämlich vom Haupt – Christus.
Wie gut ist es doch, Jesu Worte im Herzen zu bewahren: „Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht dich das an? Folge du mir nach!“