Ein felsenfester Glaube!
Psalm 125,1: „Die auf den Herrn hoffen, werden nicht fallen, sondern ewig bleiben wie der Berg Zion.“ Diese Menschen sind unerschütterlich in ihrem Glauben an die Führung Gottes in allen Lebensumständen. Ungeachtet dessen, was Gefühle und Verstand sagen, vertrauen sie auf den Herrn. Deshalb können sie auch zur Ruhe kommen: Sie wissen, dass Gott in allen Lebenslagen nur an Zukunft und Hoffnung denkt und dass sie nicht über ihre Kräfte versucht werden.
Sie nahen sich Gott, sodass Gott sich ihnen naht. Sie demütigen sich unter Gottes mächtige Hand, weil sie wissen, dass alles denen zum Besten dient, die Gott lieben. Denn sie wissen, dass sie das brauchen, um dem Bild des Sohnes Gottes gleichgestaltet zu werden. Alles, was Gott tut, hat er genau abgewogen. Er hat nur ein Ziel: uns auf die Ewigkeit vorzubereiten, damit wir durch Leiden die Herrlichkeit Jesu Christi erreichen können; seine Tugenden, die Ewigkeitswert haben.
Wir verstehen sehr wenig von Gottes Gedanken, die viel höher sind als unsere Gedanken. Deshalb ist es enorm wichtig, auf den Herrn zu vertrauen und nicht auf sich selbst und seine eigenen klugen Gedanken. Psalm 18, 2–3: „Und er sagte: ‚Herzlich lieb habe ich dich, HERR, meine Stärke! HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter; mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils und mein Schutz!‘“ Ja, wir haben wirklich Bedarf, uns mit den Worten des Glaubens zu nähren, die uns im Mund und im Herzen nahe sein müssen. Diese Worte sind es, die Seele und Geist, Mark und Bein scheiden und alle unruhigen Gedanken besiegen, sodass wir durch Gottes Kraft im Glauben gestärkt werden. Denn wir sind wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung auf Verwandlung und göttlicher Natur .
Petrus liebte Jesus von ganzem Herzen, und als er Jesus auf dem Wasser auf sich zukommen sah, sprang er aus dem Boot, um ihm entgegenzugehen. Aber als er das heftige Unwetter sah, bekam er Angst und begann zu sinken. Dann rief er: „Herr, rette mich!“ Jesus streckte sofort seine Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: „Du Kleingläubiger! Warum zweifeltest du?“ (Mt. 14,28–33) Solange Petrus glaubte und mit Jesus in Verbindung war, konnte er auf dem Wasser laufen. Aber als er anfing, auf die Wellen und das Unwetter zu achten, begann er zu sinken, weil er da anfing zu zweifeln. Das ist für uns ein Beispiel dafür, dass wir in einem felsenfesten Glauben bewahrt bleiben sollen, damit wir nicht in den Wellen – Unruhe in Gefühlen und Verstand – untergehen, die sich wegen des „Unwetters“ erheben.
In Philipper 4,6–7 sagt Paulus uns, dass wir uns um nichts Sorgen machen sollen, sondern in allem unsere Anliegen mit Dank vor Gott bringen sollen. Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, soll unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren. Das bewirkt einen felsenfesten, unerschütterlichen Glauben, der uns durch alle Lebenslagen hindurch trägt. „Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein, denn es war auf Fels gegründet.“ (Mt. 7,24–25)
Lasst es uns so machen, wie Elias Aslaksen im Lied WdH 146, Strophe 3, schreibt: „O welche Weisheit vom Vater der Geister, die stets zum Besten nur wirkt für sein Kind! Komme, was wolle, mein himmlischer Meister lenkt alles so, dass Erlösung ich find.“