Verborgene Schätze

Die Braut auf dem Weg zu ihrem Bräutigam

März 2026

Die Braut auf dem Weg zu ihrem Bräutigam

„Jesu Braut auf dem Weg zu dem Bräut´gam, sie gab ihm ganz ihr Herz, ihren Sinn.“ (Liederbuch WdH 393). Es ist eine große Gnade, eine solche Berufung bekommen zu haben. Doch wir verstehen, dass man für diese Berufung auch eine außergewöhnliche Ausbildung braucht. Und diese Ausbildung sollen wir jetzt in der Gnadenzeit erhalten. Sie kann nur stattfinden, wenn unser ganzes Herz und unser ganzer Sinn Jesus übergeben sind. Die Braut hat natürlich den gleichen Sinn wie ihr Bräutigam: den Sinn, sich selbst zu erniedrigen. Sie lässt sich gerne sagen und ist dankbar für jede Hilfe und alle Ermahnungen.

„Darum, ihr heiligen Brüder, die ihr teilhabt an der himmlischen Berufung, schaut auf den Apostel und Hohenpriester, den wir bekennen, Jesus.“ (Hebräer 3,1) Er ist unser Vorläufer, und sein Leben soll immer mehr aus unserem Leben hervorstrahlen.

In allen Lebenslagen sollen wir das vor Augen haben: So geht die Braut ihrem Bräutigam entgegen. Wir sollen uns nicht durch das Feuer befremden lassen, das uns widerfährt zu unserer Prüfung, als widerführe uns etwas Fremdes. (1. Petr. 4,12–13). Warum passiert gerade das, was jetzt passiert? Jetzt arbeitet Gott mit uns, damit wir Jesus gleichgestaltet werden können. Im Feuer, das in der Prüfung über uns kommt, sollen wir geschult werden, um unsere himmlische Berufung zu erreichen. Dann gilt es, unsere Berufung und Heiligung vor Augen zu haben. „Hab das Ziel vor Augen, Bruder, in der Not und Trübsalszeit, Das ist nötig, um zu reifen, drum sei froh im Glaubensstreit.“ (Liederbuch WdH 302)

Alle Prüfungen, denen wir ausgesetzt werden, sind Ausdruck der großen Güte Gottes uns gegenüber. Sie wurden genau bemessen und abgewogen, damit wir sie aushalten können und aufrecht und siegreich bleiben. Das ist der gute Kampf des Glaubens.

Wir sollen es für lauter Freude achten, wenn wir in mancherlei Versuchungen geraten (Jak. 1,2–4). Wie ist das möglich? Wenn wir in unseren Herzen den festen Glauben bewahren, dass wir in allen Versuchungen siegreich sein können. Wenn wir unsere Prüfung bestehen, bewirkt das Geduld – und diese Geduld muss zu einem vollkommenem Werk führen, damit wir vollkommen und unversehrt sind und keinen Mangel haben. Das ist es, wozu wir als Braut Christi bestimmt sind – und das gibt Grund zur Freude.

Es ist viel Stärke und Eigensinn in uns, die zerbrochen werden sollen. Und Gott hat wohl mehr damit zu tun, uns niederzubrechen, als uns aufzubauen, wenn die Zeit kommt. Er hat unser ewiges Wohl im Auge. Wir sollen ihn nicht belehren, was wir für unser Heil brauchen. Wir sollen uns unter Gottes gewaltige Hand demütigen und den Weg in Jesu Fußspur finden. „Er, der keine Sünde getan hat, und in dessen Mund sich kein Betrug fand.“ (1. Petr. 2,21–22) Diese Spuren hat uns Jesus hinterlassen und

in all den alltäglichen Dingen können wir sie finden. Die Werke, die für uns vorbereitet wurden, liegen direkt vor uns. Doch um sie zu sehen und darin zu wandeln, müssen wir uns demütigen. Und genau das gilt es zu lernen. Lerne Demut! Das ist der Weg – die Fußspur Jesu, der sich selbst erniedrigte.

Diese Erniedrigung empfinden wir, wenn das Licht in unsere Herzen scheint und wir Gottes Gericht über die Sünde spüren, die in uns wohnt. Doch wir sollen nicht mutlos und kraftlos werden, sondern ohne Vorbehalt dem Urteil zustimmen, damit das Sterben Christi wirklich in uns stattfinden kann. Dann wird das Leben Christi immer mehr sichtbar, zum großen Segen für unsere Mitmenschen.

Mögen unser Leben und unser Wandel wirklich zeigen, dass wir „die Braut auf dem Weg zu ihrem Bräutigam“ sind.