Verborgene Schätze

Von ihm lernen

Februar 2026

Von ihm lernen

Jesus sagt in Matthäus 7,7: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“ Doch worum sollen wir eigentlich bitten? Jesus sagt zuvor in der Bergpredigt, dass wir uns nicht um Essen, Trinken oder Kleidung sorgen sollen. Mit anderen Worten: Wir sollen uns nicht um praktische Dinge sorgen, von denen wir glauben, dass wir sie brauchen. Hier brauchen wir erleuchtete Augen des Herzens. Gott interessiert sich nur für das Innere. Die Augen in unserem Kopf sehen nur das, was äußerlich ist. Aber wenn die Herzensaugen geöffnet werden und wir unseren Mangel an Liebe, Fürsorge und Freigiebigkeit sowie unser starkes, ichbezogenes Wesen erkennen, dann merken wir, wie viel wir zu erbitten und zu erlangen haben.

Es kann sein, dass wir anfangen zu beten, zu suchen und anzuklopfen, wenn uns äußere materielle Dinge fehlen. Vielleicht brauchen wir Geld, oder etwas muss repariert werden, und wir befinden uns rein praktisch in einer schwierigen Lage. Dann geraten wir in Not und versuchen vielleicht krampfhaft, eine Lösung zu finden. In Jakobus 4,3 heißt es: „Ihr bittet und empfangt’s nicht, weil ihr in übler Absicht bittet, nämlich damit ihr’s für eure Gelüste vergeuden könnt.“ Mit übler Absicht zu bitten bedeutet, dass wir um die falschen Dinge gebeten haben! Wie können wir sicherstellen, dass wir nicht falsch beten? „Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Innere des Bechers, damit auch das Äußere rein werde!“ (Mt. 23,26) Das Innere soll gründlich gereinigt werden, und nur Gott kann sehen, was im Inneren wohnt.

Es ist Gott, der mir die Augen des Herzens öffnen kann, wie es in Offenbarung 3,20 steht: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.“ Wenn Jesus in mein Herz kommt und beginnt, Gemeinschaft mit mir zu haben – mit mir, der ich so elend bin und mir Sorgen mache und unruhig bin wegen so vieler äußerer und zeitlicher Dinge – dann ist auf einmal mein Inneres das Einzige, was zählt. Der König ist gekommen, und nun ist das Einzige, worum es mir geht, dass das Innere meines Herzens schön ist! Nun will ich nur noch ihm zuhören, ihm gehorchen und ihm gefallen. Er weiß um alles, was ich hier auf Erden brauche, aber vor allem weiß er, was ich für die Ewigkeit brauche! „Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.“ (Pred. 3,11)

Deshalb gilt es, äußerst demütig zu sein und in der kurzen Zeit, die ich auf der Erde habe, so viel wie möglich zu lernen. Wenn das Licht auf meine Neigungen, meinen Eigenwillen und meine Sünde scheint, muss ich schnell sein, sie zu hassen und eins mit Jesus zu werden, der mein Vorbild ist. Er hasste alles von seinem Selbstleben, damit er mit allem von oben erfüllt werden konnte! Er tat das wirklich! Er war ein Mensch wie ich! „Und er hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen vor den gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte; und er ist erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt.“ (Hebr. 5,7)

Lasst uns lernen, so zu beten, wie er betete, zu suchen, wie er suchte, und anzuklopfen, wie er anklopfte! „Denn dazu seid ihr berufen, da auch Christus gelitten hat für euch und euch ein Vorbild hinterlassen, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußstapfen; er, der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand;“ (1. Petr. 2,21–22)

Er möchte, dass wir auf seine Einladung in Matthäus 11,28–30 antworten: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“

Lasst uns von ganzem Herzen Gemeinschaft mit ihm suchen und offen sein dafür, von ihm zu lernen. Wenn wir dies tun, wird die Ausbildung, die wir erhalten, für alle Ewigkeit von Nutzen sein!