Verborgene Schätze

Gib Gott Recht!

Februar 2026

Gib Gott Recht!

Alle Menschen begegnen schwierigen und unbegreiflichen Situationen im Leben, aber nur wer Gott liebt, entscheidet sich, Gott Recht zu geben. Solche lieben nämlich Gottes Licht und seine Urteile.

„Und alles Volk, das ihn hörte, und die Zöllner gaben Gott recht und ließen sich taufen mit der Taufe des Johannes. Aber die Pharisäer und die Lehrer des Gesetzes ließen sich nicht von ihm taufen.“ (Lk. 7,29–30) Die, die Gott Recht geben, beugen sich unter seine mächtige Hand. Die Pharisäer dagegen trafen eine verhängnisvolle Entscheidung. Sie machten Gottes Rat, seinen Plan mit ihnen, zunichte. Sie entschieden sich lieber dafür, ihrem Verstand – dem eigenen menschlichen Gerechtigkeitssinn – zu folgen. Sie wollten sich vor nichts beugen und sich niemandem unterwerfen, sie waren irdisch gesinnt.

Wir lesen in Römer 8,28: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.“ Nur mit dieser himmlischen Sicht können wir im Glauben ergreifen, dass die Trübsal kurz und leicht ist. Das schreibt Paulus an die Korinther in 2. Kor. 4,17–18: „Denn unsre Bedrängnis, die zeitlich [norw: kurz] und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“ Es sind also nicht die Verhältnisse selbst, die kurz und leicht sind, sondern die Bedrängnis ist kurz und leicht. Das sehen wir bei Menschen, die zum Beispiel mit einer langen Krankheit oder zwischenmenschlichen Verhältnissen zu kämpfen haben, die ihr ganzes Leben lang andauern können. Aber wenn man das Unsichtbare im Blick behält und sich bewusst für den Glauben entscheidet, werden die Bedrängnisse kurz und leicht.

Lasst uns tun, was David tat. Er rief zu Gott, wie es in Psalm 118,5 steht: „In der Trübsal rief ich den Herrn an; und der Herr erhörte mich und tröstete mich.“ Davids Gebet wurde erhört; er kam heraus aus der Enge in den „weiten Raum“, während die Verhältnisse noch so waren, wie sie waren. Es gibt viele Dinge, die Gott uns nur durch Trübsale sagen kann.

In Hiob 36,15–16 heißt es: „Aber den Elenden wird er durch sein Elend erretten und ihm das Ohr öffnen durch Trübsal. So reißt er auch dich aus dem Rachen der Angst in den weiten Raum, wo keine Bedrängnis mehr ist; und deinen Tisch füllt er mit Gutem, mit fetten Gerichten.“ Das Ohr muss erst geöffnet werden; dann kann Gott reden. Er lockt uns, und wir ergreifen den Glauben – wir schauen prophetisch in die „dunkle Nacht der Prüfung“. Der „weite Raum“ ist der Raum des Sieges. Wir haben uns unter Gottes mächtige Hand gedemütigt! Es ist nicht mehr eng! Die fetten Gerichte, das sind die Tugenden – und Gottes ewiges und herrliches Wort wird uns anvertraut.