Verborgene Schätze

Die Perspektive der Ewigkeit

Januar 2026

Die Perspektive der Ewigkeit

Deine Perspektive, deine Sichtweise auf eine Sache oder Situation ist entscheidend für die Entscheidungen, die du triffst. Deshalb ist es wichtig, sich zu fragen: Sehe ich das richtig? Sehe ich, was Gott vorhat?

Schau dir einerseits die Entscheidungen von Kain, Esau und Saul an und andererseits jene von Noah, Abraham und Esther. Die Letztgenannten rechneten mit Gott, und ihr Leben wurde ein gesegnetes Vorbild für die Gläubigen.

Die Glaubenshelden wollten nichts wissen von der Freilassung aus der Marter – „auf dass sie die Auferstehung, die besser ist, erlangten.“ Sie hatten keine irdische Perspektive, sondern waren voller Glauben an Gott und treu gegenüber der Aufgabe, die sie von Gott bekommen hatten (Hebr. 11,2 u. 35).

Gedanken wie: „Warum dies, warum das?“ liegen uns nahe, und mit ihnen kommen leicht Undankbarkeit, Seufzen und Unruhe auf. Wenn du dir ein anderes und besseres Bild von deinen Anliegen und Lebensverhältnissen wünschst als deine eigene enge Sichtweise, dann ist eines entscheidend: ein reines, anders gesagt ein ungeteiltes Herz!

Jesus selbst sagt: „Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.“ (Mt. 5,8) Stell dir vor, du könntest Gottes Hand in deiner Situation sehen. Die reines Herzens sind, bekommen Gnade und Hilfe, um ihre Situation aus der Perspektive ihres himmlischen Vaters zu sehen.

Das heißt nicht, dass du einen kompletten Überblick erhältst. Aber mit einem reinen, ehrlichen und aufrichtigen Herzen kannst du zum Thron der Gnade kommen. Dort hilft dir Jesus selbst, und du wirst die befreiende Wahrheit über dich selbst erkennen. Du wirst in deinem Geist gestärkt, und das Wort wird für dich lebendig. Du bekommst einen Einblick in die Heiligungs- und Befreiungswerk, das Gott für dich im Sinn hat. Gott erzieht uns zu unserem Besten, damit wir an seiner Heiligkeit teilhaben können (Hebr. 12,7 u. 11–12). Das ist eine erhebende Perspektive!

Wir können uns auch gegenseitig helfen. Stell dir vor, in der Zeit der Prüfung Hilfe und Ermutigung von deinem Bruder zu bekommen: „Johannes sah eine offene Tür im Himmel und hörte eine Stimme: ‚Steig herauf‘.“ (Offb. 4,1). Dann wird das da droben auf jeden Fall groß und das hier unten entsprechend klein ... und die Trübsal kurz und leicht.

Auch Bruder Aksel J. Smith weist uns den Weg in einem seiner Lieder:

„Die Jakobsleiter zum Himmel reicht, wo jede Sprosse Geboten ja gleicht; Ja, lasst uns eilen zu ihm empor, denn Jesus selbst steht am Himmelstor.“ (Liederbuch WdH 321)

Jede Sprosse ist ein Gebot, das wir von Gott bekommen und das genau auf meine Situation passt. Diese Leiter des Gehorsams bringt uns zu dem, wozu wir berufen sind: Sieg und göttliche Natur. Was für eine Berufung! Lasst uns um erleuchtete Augen des Herzens bitten, damit wir auf unserem Weg auf der Erde die Hoffnung sehen können, die das Evangelium schenkt.