Verborgene Schätze

Sich selbst bewahren

Januar 2026

Sich selbst bewahren

„Wir wissen, dass jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt, sondern wer aus Gott geboren ist, bewahrt sich, und der Böse tastet ihn nicht an.“ (1. Joh. 5,18 SLT) Es mag zunächst befremdlich erscheinen, dass jemand, der aus Gott geboren ist, sich bewahren soll; doch indem ich das tue, erkenne und erfahre ich, dass ich ein Fleisch habe. So steht es in 2. Korinther 4,6–12: „Denn Gott, der da sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten […], dass die Erleuchtung entstünde zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi. […] Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe.“ Dann gerät das Fleisch in Bedrängnis, und das Leben Jesu wird an meinem Leib offenbar. So werde ich mehr und mehr frei von der Lust des Fleisches.

Im Alten Testament gibt es ein Beispiel für jemanden, der sich nicht bewahrte: Simson. Er gab schließlich Dalilas Drängen nach. „Und sie sprach zu ihm: Philister über dir, Simson! Als er nun von seinem Schlaf erwachte, dachte er: Ich will frei ausgehen, wie ich früher getan habe, und will mich losreißen. Aber er wusste nicht, dass der Herr von ihm gewichen war.“ (Ri. 16,20) Dasselbe geschieht auch mir, wenn ich mich nicht bewahre – der Herr weicht von mir. Ich gebe dem Drängen des Fleisches nach, werde bedrückt, verzweifelt, mutlos und schließlich vernichtet. Das steht im Gegensatz zu dem Wort: „Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf dass die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.“ (2. Kor. 4,7) Dann wird das Leben Jesu immer mehr an meinem Leib offenbar. „Denn unsre Bedrängnis, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit“ (2. Kor. 4,17).

In 2. Korinther 6,17–18 heißt es: „Darum ‚geht weg von ihnen und sondert euch ab‘, spricht der Herr; ‚und rührt nichts Unreines an, so will ich euch annehmen und euer Vater sein und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein‘, spricht der allmächtige Herr.“ Diese Verse stehen unter anderem im Zusammenhang mit der Frage: „Was hat Gerechtigkeit zu schaffen mit Gesetzlosigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?“ (2. Kor. 6,14) Wenn ich ein lebendiger Tempel Gottes sein will, muss ich mich selbst bewahren. Dann komme ich in eine Gemeinschaft von Gläubigen, unter denen Gott wohnt und wandelt – ein auserwähltes Volk – und er „will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein“ (2. Kor. 6,16).