Worüber sinnst du nach?
Der Gerechte sinnt über das Gesetz des Herrn und denkt ständig darüber nach (Psalm 1). Er beschäftigt sich nicht mit den Verhältnissen und diskutiert nicht endlos mit seinem Schöpfer. Nein, er sinnt über das Gesetz des Herrn nach und darüber, was diese Gesetze in seinem Leben bewirken können. Seine Wurzeln reichen bis tief in Gottes Quellen, er schöpft das Wasser des Lebens und trägt gute Früchte. Selbst wenn die Hitze kommt, fürchtet sich der Gerechte nicht. Er weiß, dass alle Dinge zu seinem Heil und zum Allerbesten dienen. Nun kann das große Heil, das Jesus gebracht hat, auch in ihm geschehen. Alles, was er macht, gerät wohl. Es geht von Sieg zu Sieg.
Wir werden von unseren eigenen Lüsten versucht. Daher ist es so wichtig, dass wir auf uns selbst achten. Was beschäftigt mich in meinen Gedanken? Ist es Gottes Wort oder sind es die Verhältnisse, die immer wieder auftauchen? Oft sind die Gedanken eines Menschen voller Unruhe. Wie gut, wenn die Versuchung darin identifiziert wird! Warum machst du dir so viele Sorgen, warum hast du den Wunsch, die ganze Zeit über die verschiedenen Verhältnisse zu sprechen? Es ist eine Versuchung. Nun gilt es, Gottes Wort mit Sanftmut anzunehmen und es zwischen Seele und Geist scheiden zu lassen, um die Gedanken und Ratschläge des Herzens am rechten Ort zu platzieren. Auch wenn ich etwas gut gemeint habe, gibt es dennoch vieles, was der Heilige Geist mich lehren möchte. Er konfrontiert mich mit der Wahrheit über mich selbst. Wie gut, diese Wahrheit zu lieben! Denn sie gibt mir eine großartige Gelegenheit, an tiefergehender Heiligung teilzubekommen. Auf diese Weise erlangen wir Fortschritt und Wachstum in Gott. Die Tugenden Christi wachsen und wir bringen unaufhörlich Frucht. Die Gottlosen sind nicht so. Der Wind bläst sie weg. Die Verhältnisse, denen sie begegnen, dienen ihnen nicht zum Heil, sondern zum Anstoß. Deshalb bleiben sie auch nicht in der Gemeinde des lebendigen Gottes. Der Herr kennt den Weg der Gerechten, der führt direkt in das ewige Reich Gottes, wo Jesus selbst auf sie wartet und sie mit folgenden Worten willkommen heißt: „Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!“ (Mt. 25,34)