Verborgene Schätze

„Möge ich beweisen: Du bist gut!“

Juni/Juli 2025

„Möge ich beweisen: Du bist gut!“

Dies singen wir so eindrucksvoll in unserem Liederbuch „Wege des Herrn“, Nr. 225, ein Lied von Elihu Pedersen. Ja, Gott ist wirklich gut. Er lässt uns alles zum Besten dienen (Röm. 8,28). Durch seinen Sohn, meinen Herrn Jesus Christus, bahnte er mir einen Weg, damit ich immer fröhlich, glücklich und dankbar sein kann. Was sonst suchen die Menschen in dieser Welt? Ganz gleich, wo ich auf der Erde bin, welche Arbeit ich habe oder welchem Dienst ich nachgehe – ich darf mich darüber freuen und glücklich sein, dass mein Leben aus der Finsternis ins Licht geführt wurde. Auch in allerhand Versuchungen kann ich mich freuen. Ich kann mich über das freuen, was Gott mir gegeben hat, und ich kann mich über das freuen, was er mir noch geben wird, denn ich habe ein Erbteil unter denen bekommen, die durch den Glauben an Jesus Christus geheiligt sind. Ich habe Glauben daran bekommen, dass durch Christus ein neuer Mensch in mir entsteht, der würdig ist, mit ihm auf ewigen Thronen zu sitzen (Apg. 26,18; 1. Pet. 1,6; Gal. 6,15).

Ja, Gott war wirklich sehr gut zu mir. Aber wie merken meine Nächsten, dass das meine Überzeugung ist? Wenn ich wirklich von Gottes Güte überzeugt bin, warum zeigt sich dann immer wieder dieselbe alte Härte und Besserwisserei?

Meine Nächsten kennen meine Schwächen am besten, und sie leiden darunter.

Wenn ich zeigen will, dass Gott gut ist, dass das Evangelium wahr ist und auch für die Menschen um mich offensteht, dann muss ich es durch mein Leben beweisen. Ich muss es ernst nehmen, damit meine Nächsten nicht ständig unter meiner Art und meinen alten Neigungen leiden müssen. Ich muss wachsam sein und die Werke des Leibes durch den Geist töten, damit die Sünde ein Ende nimmt (Röm. 8,13). Auf diese Weise kann Gottes Natur in mir Gestalt annehmen, und meine Nächsten nehmen Gottes Güte wahr – durch mich. Dann werden sie mit eigenen Augen sehen, dass Gott Wunder vollbringen kann, dass er einen so harten und erbärmlichen Menschen wie mich in etwas Gutes, etwas Göttliches verwandeln kann.

Nicht nur zu Hause, sondern überall, wo mir Menschen begegnen, sollen sie diesen Beweis sehen: einen glücklichen Christen, der überaus dankbar ist für das, was Gott für ihn getan hat. Einen, der in seinen Verhältnissen immer glücklicher wird, je mehr die Zeit voranschreitet und je näher die Begegnung mit seinem Bräutigam rückt. Nur das Leben kann das beweisen.