„Und ich will noch geringer werden“
David war ein Mann nach dem Herzen Gottes. In 2. Samuel 6,22 bekommen wir einen Einblick in seines Herzens innerstes Verlangen: „Und ich will noch geringer werden als jetzt und will niedrig sein in meinen Augen; aber bei den Mägden, von denen du geredet hast, will ich zu Ehren kommen.“ Das war die Gesinnung von König David: Ich will noch geringer werden! Ich will in meinen Augen niedrig sein! Es beginnt mit einer edlen und guten Gesinnung – es ist Gott, der dieses Verlangen wirkt. Wenn ich jedoch zu einem verborgenen Leben mit Christus in Gott kommen will, sind ganz bewusste Handlungen erforderlich.
Eine bewusste Arbeit mit meinen Gedanken und meinem Verständnis, eine Arbeit, die mein Leben lang andauern wird.
In den vielen Situationen des Lebens soll ich mich selbst erniedrigen – in meinen eigenen Augen klein werden. Das gefällt Gott. Dann öffnet er mir seine Schatzkammer (5. Mose 28,12)! Die Demütigen bekommen Gnade, und sie bekommen Weisheit. Dieser Prozess öffnet den Zugang zu den größten und teuersten Verheißungen: „damit ihr durch sie Anteil bekommt an der göttlichen Natur“. (2. Petr. 1,3–4)
„Wo man arbeitet, da ist Gewinn; wo man aber nur mit Worten umgeht, da ist Mangel.“ (Spr. 14,23). Mögen wir in diesem hoffnungsvollen Prozess stehen, weg von aller menschlichen Größe – hinunter von eingebildeten Höhen – und hinein in das Land der Verheißung. Dann gehen wir von Licht zu Licht und von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.
Es wird mit uns so werden wie mit denen, von denen in 2. Korinther 3,18 geschrieben steht: „Wir alle aber spiegeln mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider, und wir werden verwandelt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.“