Verborgene Schätze

Wenn der Erzhirte erscheinen wird

März 2025

Wenn der Erzhirte erscheinen wird

„So werdet ihr, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unverwelkliche Krone der Herrlichkeit empfangen.“ (1. Petr. 5,4). Was für ein herrlicher Tag wird das werden, wenn der Erzhirte erscheinen wird. Dann werden alle, die ihm in den vielen kleinen und großen Prüfungen des Lebens gedient und ihn geliebt haben, vom Erzhirten selbst eine unvergängliche Krone erhalten. Das wird etwas ganz anderes sein als die Ehre und das Ansehen, die ich bekomme, wenn ich versuche, den Menschen zu gefallen und ihre Gunst und Aufmerksamkeit hier auf der Erde zu erlangen. Welch ein Vorrecht, mein Leben lang dem Erzhirten selbst zu dienen! Was denkt er über mein Leben? Was hält er von meinen Gedanken? Diese innere Haltung führt weit weg von all dem Jagen und Streben, in dem die meisten Menschen leben, und hinein ... „In des Geistes stille Welt, ja, eingeweiht in Gottes Rat, dazu rief er dich noch vor der Zeit der Welt.“ (Liederbuch WdH 275)

Es ist menschlich und natürlich, dass meine Gedanken ständig darauf ausgerichtet sind, was alle anderen als der Erzhirte über mich und mein Leben denken. Indem ich jedoch all diese Gedanken kontinuierlich gefangen nehme und mich darin übe, mein Inneres auf den Erzhirten auszurichten, bekomme ich wunderbaren Frieden, Freude und Ruhe (2. Kor. 10,5). Ehre und Gunst von Menschen sind in Wahrheit vergänglich, kurzlebig und veränderlich – im Gegensatz zu einer ewigen, unverwelklichen und herrlichen Krone. Das Sichtbare ist zeitlich – es besteht nur für eine begrenzte Zeit, aber das Unsichtbare ist ewig (2. Kor. 4,17–18)!

Wie gut, wenn ich dem Erzhirten aus willigem Herzen dienen kann, nicht gezwungen, sondern freiwillig. Das ist etwas ganz anderes als das Dienen um armseligen Gewinnes willen, um von den Menschen gesehen und geehrt zu werden. Ich diene dem Erzhirten, und der Tag, an dem er offenbar wird, ist der Tag, an den ich denke und auf den ich mich freue (Kol. 3,1–4). „Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude.“ (1. Petr. 1,8)

Der Erzhirte ist wirklich der Hirte und Bischof meiner Seele, und ich muss sagen, dass er für mich sorgt (1. Petr. 2,25). Niemals lässt er jene los oder im Stich, die ihm von ganzem Herzen dienen. Sie können freimütig sagen: „Der Herr ist mein Helfer, ich werde mich nicht fürchten; was kann mir ein Mensch tun?“ (Hebr. 13,6). An dem Tag, an dem der Erzhirte erscheinen wird, werden diese alle die unverwelkliche Krone der Herrlichkeit empfangen (1. Petr. 5,4). Was für ein herrlicher Tag, für den es sich zu leben lohnt!