Verborgene Schätze

Die ganze Heilige Schrift ist nützlich

Februar 2025

Die ganze Heilige Schrift ist nützlich

„Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.“ (2. Tim. 3,16–17) Die entscheidende Frage für uns ist: Wie viel von diesem „Gewinn“ haben wir persönlich aus der Schrift gezogen? Wie oft sind wir ausgewichen, wie oft haben wir die Möglichkeiten, von denen in der Schrift geschrieben steht, verspielt, weil es uns in den Prüfungen des Alltags an Selbsterkenntnis mangelte und wir so sehr mit dem Verhalten der anderen beschäftigt waren?

Im genannten Vers lesen wir, dass die gesamte Schrift von Gott eingegeben und uns gegeben wurde, um uns zu gerechten, vollkommenen und guten Werken zu führen. Gott hat in seiner Liebe zu uns ewige Werte in sein Wort gelegt, und er inspirierte auch Paulus, diese zu unserem Nutzen niederzuschreiben. Doch wir können diese ewigen Werte nur ergreifen und vermehren, wenn wir in demütiger Selbsterkenntnis bewahrt bleiben. Wir haben ein Ego, einen Leib der Sünde, der vernichtet werden soll, damit wir unserem himmlischen Bräutigam wohlgefällig sein können (Röm. 6,6). Die Liebe zur Wahrheit wird uns die Tür zur Heiligung öffnen.

Sollen wir fähig sein, Belehrung anzunehmen, dann müssen wir zuerst einräumen, dass unser Verständnis noch nicht so ist, wie es sein sollte (1. Kor. 8,2). Um von einem besseren Weg überzeugt zu werden, müssen wir zuerst unsere unvollkommenen und unvollständigen Gedanken, Worte und Taten erkennen. Die Wegleitung kommt dann vom „Lehrer zur Gerechtigkeit“, der unser Verständnis dafür vertieft, was Gottes Wille ist: „das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene“ (Joel 2,23 und Röm. 12,2).

Durch Gottes Gnade wird uns im täglichen Leben Erziehung zur Gerechtigkeit zuteil. Gott gibt uns reichlich Gelegenheiten und erinnert uns durch seinen Geist daran, gehorsam zu sein, die Möglichkeit zum Leiden wahrzunehmen und unserem fleischlichen Eigenwillen abzusterben (Tit. 2,11–12). Deshalb werden wir durch das Wirken des Geistes, durch die Wahrheit, die im Wort ist, „immerdar in den Tod gegeben um Jesu willen, auf dass auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen Fleisch“ (2. Kor. 4,11). Das öffnet uns den Weg, um als Mensch Gottes zu wachsen und uns so zu entwickeln, „dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt“ (2. Tim. 3,17). So werden wir durch unser Leben und unser Beispiel zu Dienern und zum Segen für andere.

In Jesaja 55,11 lesen wir, was Gott selbst sagt über die Macht, die in seinem Wort liegt – für alle, die daran glauben und ihm gehorchen: „So soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.“ In Kapitel 61,3 schreibt er weiter: „Zu schaffen den Trauernden zu Zion, dass ihnen Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauer, schöne Kleider statt eines betrübten Geistes gegeben werden, dass sie genannt werden ‚Bäume der Gerechtigkeit‘, ‚Pflanzung des Herrn‘, ihm zum Preise.“

Gelobt sei Gott!