„Seid doch wie ich, denn ich bin wie ihr!“
Dieses einfache Bitte richtete Paulus an die Galater in Kapitel 4,12 (LU12). Das war keine geistliche Überheblichkeit, nein, die Galater fanden hier jemanden, der sich ihnen gleichstellte und der deshalb barmherzig war. Jemanden, der verstand, wo das Problem tatsächlich lag und der helfen konnte.
So war es auch bei Jesus: „Und als er das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren geängstet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben.“ (Mt. 9,36). Er verachtete die Menschen nicht, sondern sie taten ihm leid. Er wollte ihnen wirklich helfen. „Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter.“ (Vers 37). Für die Ernte sind wirklich Arbeiter nötig. Solche, die sich ihrer Mitmenschen annehmen und versuchen, die Probleme bei der Wurzel zu packen. Arbeiter, die nicht schon nach oberflächlicher und kurzer Beobachtung alles besser wissen, sondern den Bedürftigen auf Augenhöhe begegnen.
Mögen wir solche Arbeiter werden, die aufrichtig und voller Liebe zu ihren Mitmenschen sagen können: „Seid doch wie ich, denn auch ich bin wie ihr!“ Das schafft Gemeinschaft und Vertrauen!