Hirte und Prophet

- Die Gemeinde wird unter Kampf geboren

Hirte und Prophet

Die Gemeinde wird unter Kampf geboren

„Jede Stätte, auf die eure Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose zugesagt habe.” Jos. 1, 3. So haben wir uns zu allen Zeiten, ganz vom Beginn der Gemeinde an, verhalten. Es entspricht nicht unserer Traditi­on, uns Menschen zu unterwerfen. In letzter Zeit wurde viel über die Gemein­de geschrieben. Viele sehen, dass wir stark sind, und das meiste von dem, was geschrieben wird, wirkt nur positiv, obwohl nicht alles richtig ist, was die Journalisten schreiben. Trotzdem wundern sie sich über unsere begeisterte Jugend und sie sehen, dass wir das, was wir anpacken, auch zu Ende führen. Wir müssen den Jugendlichen zur Seite stehen, sie stärken und ihnen Gottes Wort geben, so dass sie Kraft in ihrem Geist haben. Wir brauchen Versamm­lungen, in denen sie zu ihrer Berufung hingeleitet werden, sonst vergessen sie diese. Mit der Zeit geht es ihnen in Fleisch und Blut über und sie stehen auf eigenen Beinen.

Wer überwindet, dem erweist man Respekt - dies ist ein Gesetz in der Welt des Geistes. Nicht alle mögen unser Profil und das ist ganz in Ordnung. Wir werden trotzdem feststehen und die Aufgabe, die Gott uns gegeben hat, durch­führen. Diejenigen, die es gewohnt sind, für Gottes Reich zu streiten, fangen nicht jedes Mal an zu zittern, wenn ein flauer Wind von den Medien bläst. Entweder sind wir die Stadt auf dem Berg oder wir sind es nicht. Diejenigen, die der Stadt auf dem Berg angehören, werden niemals die Knie vor gottlosen Menschen beugen. Das bringt Respekt! Wenn du eine Türmatte sein willst, dann gibt es genug, die dich als Fußabstreifer benutzen wollen, und wenn du ein Esel sein willst, so gibt es viele, die auf dir reiten wollen. So erlebte und formulierte es auch Johan O. Smith.

Wir müssen alle in dem Geist sein, in dem wir mit unserem Leben etwas erreichen – das steckt an und bald ist das ganze Volk an der Arbeit. Gott liebt seinen Sohn, und die Gemeinde ist das Geschenk der Liebe, das Gott seinem Sohn gibt. Es sind finstere Aussichten in der Welt, doch die Aussichten der Gemeinde sind sehr herrlich - sie leuchten wie niemals zuvor. Die Gemeinde wird ganz bis zum Ende in Herrlichkeit leben. Gott bewahrt uns am bösen Tag in seiner Hütte und dann gehen wir in einen ewigen Sommer und in ein ewi­ges Leben hinein. Glaubst du daran, dann hast du hier auf der Erde nicht viele dunkle Stunden.

Johan O. Smith war nicht an den Massen interessiert, nur an solchen, die Jünger sein wollten. Er war ein tüchtiger Redner und bekam große Offenba­rungen, aber er war nicht an einer großen Anhängerschar interessiert. Soll die Gemeinde weiterkommen, müssen die Versammlungen in Richtung Geist, Wasser und Blut getrieben werden. Ohne eine solche Verkündigung gibt es bald Probleme. Wir halten keine Versammlungen, um eine Erbauung in unse­rem Gefühlsleben zu bekommen, sondern um eine geistliche Erbauung zu bekommen. Wir müssen selbst darin leben, damit unsere Berufung für uns im täglichen Leben lebendig ist. Dann werden wir auch begeistert. Hier liegt das Geheimnis für allen geistlichen Fortschritt.

Naive Gutmütigkeit kommt daher, dass man nicht zum Krieg ausgebildet wurde. Man will dem „lieben” Jesus ähneln und alle mögliche Leute in die Gemeinde eingliedern. Viele Male muss man klar Bescheid geben und Men­schen zur Gottesfurcht verhelfen. Es wird jedoch auch Begegnungen mit Menschen geben, für die man keine Zeit verwenden sollte. „Da traten seine Jünger zu ihm und fragten: Weißt du auch, dass die Pharisäer an dem Wort Anstoß nahmen, als sie es hörten? Aber er antwortete und sprach: Alle Pflan­zen, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, die werden ausgerissen. Lasst sie, sie sind blinde Blindenführer! Wenn aber ein Blinder den anderen führt, so fallen sie beide in die Grube.” Matth. 15, 12-14.

Blinde Leiter sind selbstverständlich nur Leiter für Blinde. Die Sehenden sehen ja den Weg. Wenn jene nicht hören wollen, dann kann man nichts ma­chen. Wollen sie etwas anderes als wir, sollen wir uns nicht mehr mit ihnen abgeben. Lass sie gehen! Wenn du dabei sein willst, dann sieh zu, dass du mitkommst und halte fest. Wenn du nicht willst, dann lass einfach los. Ein wenig rauhe Behandlung gehört dazu, wenn man die Jugend retten und ande­ren helfen will. Manche Menschen sind von Natur aus extrem und entwickeln sich zu Fundamentalisten ohne Liebe. Solche glauben, dass sie um Jesu Na­mens willen kämpfen. Die Wahrheit ist jedoch, dass sie nichts vom Evangeli­um verstehen, auch wenn sie mit Freude ihren Leib geben würden, um ihn um ihres Glaubens Willen verbrennen zu lassen. Über solche ungesunden Dinge muss gewacht werden. Die Gemeinde hat durch Jahre hindurch wegen sol­cher Menschen leiden müssen. Sie kommen gewöhnlich aus der religiösen Welt und waren dort nicht zufrieden. Sie sind auch bei uns nicht zufrieden geworden.

Wegen der Form der Lehre über Christus offenbart im Fleisch wurden wir von Anfang an verkannt. Es sind die Religiösen, die uns hassen. Sie wollen nicht in ein gottesfürchtiges Leben hineinkommen. Deshalb halten sie an der Lehre fest, dass sie unter dem Blut sind und die Verheißungen ihnen zuge­rechnet werden, wenn sie sterben. Im Großen und Ganzen stimmt die ganze religiöse Welt in dieser Anschauung überein. Das Große an Jesus war ja, dass sein Geist nie von der Sünde im Fleisch befleckt wurde. Er übergab einen reinen Geist, der das ganze Leben des Vaters in sich aufgenommen hatte. Der Sündenfall ist genauso groß und tief wie die Errettung groß und hoch ist.

Jesus wurde ständig von Gott bearbeitet, und obwohl er immer gehorsam war, kamen während dieser Bearbeitung nie irgendeine Klage oder Bitterkeit gegen Gottes Behandlung hervor. Jes. 53. Er ist der Meister über alle Meister! Paulus hatte als Ziel, die Auferstehung von den Toten zu erlangen. Er lief nach bestem Vermögen und hatte Glauben daran, dies zu erreichen. Wenn er Licht bekam, arbeitete er voll brennenden Eifers. Es muss ein großes Werk der Erlösung in Paulus geschehen sein. Wenn wir an seinen Ausgangspunkt als Pharisäer denken und von dem Leben lesen, zu dem er kam, und von den Offenbarungen, die Gott ihm gab, müssen wir sagen, dass die Früchte seines Lebens atemberaubend sind!

Es gab noch nie Demokratie in der Gemeinde. Gott setzt ein, wen er will und davor müssen wir uns alle beugen. Er ist es, der Gaben und Dienste ver­gibt. Der Meister kennt den Jünger am besten und sieht, wozu er Gnaden­gaben hat und was er bewältigen kann. Die Propheten kennen Gott am besten und wissen, was ihm gefällt. Stehen wir in Verbindung mit Gott, geht es si­cher und gut. Denen, die ihren Wegleitern gehorchen, geht es gut. Doch mit denjenigen, die solche, die gehorsam sind, gering schätzen oder verspotten – geht es nicht gut. Es geht schlecht mit solchen, die an ihren eigenen Gedan­ken und Meinungen festhalten und andere gering schätzen. Oft werden solche von der Erde gefangen genommen und verlieren sich im Irdischen. Sei demü­tig und danke Gott dafür, dass du Gnade im Leben bekommen hast. Sei vor­sichtig mit dem, was du sagst. Es ist einer im Himmel, der aufmerksam zu­hört.

Unsere Vorläufer waren ihr ganzes Leben lang in der Spur der Gesetze des Geistes, der lebendig macht, und besonders in der Spur der Gesetze über die Erniedrigung. Sie haben Gott gepriesen, weil sie Jünger geworden waren und dafür, dass sie die Bruderschaft liebten. Dadurch blieben sie im Lauf bewahrt. Wenn du die Hoffnung hast, mit diesen Helden des Geistes wiedervereinigt zu werden und Jesus zu sehen, wie er ist, dann reinigst du dich selbst, gleich­wie er rein ist! Wenn die Hoffnung auf die Entrückung in unseren Herzen lebendig sein soll, müssen alle Größe und Hochmut und alles, was danach schmeckt, das Seine zu suchen, gerichtet und in den Tod gebracht werden. Einige, die zusammen mit Paulus dienten, bekamen nicht die Ehre, die ihnen ihrer Meinung nach als Dienern des Herrn zugestanden wäre. Sie wurden un­ruhig, wenn ihr Name erwähnt oder übergangen wurde. Diese Unruhe kommt daher, dass man das Seine sucht. Davon muss man sich bekehren, wenn man ein nützlicher Diener des Herrn werden will.

Gottesfurcht hat große Folgen für dich und deine Nachkommen. Gott seg­net bis zum tausendsten Glied. Denke auch daran, dass der Fluch über einen selbst und die eigenen Kinder bis ins dritte und vierte Glied kommt, wenn man sündigt. Deshalb sollte es jeder mit der Sünde sehr ernst nehmen, besonders mit den sexuellen Lüsten. Aufgrund dieser Dinge kommt Gottes Zorn über die Kinder des Unglaubens. Deshalb sollte man ab und zu kräftig vor solchen Sün­den warnen und dagegen reden. Das ist sehr notwendig. Man kann einen Kon­takt im Gedankenleben genießen, selbst wenn es nicht weiter geht. Man kann sich z.B. ein bisschen in jemand anderen als seinen Ehepartner verlieben. Dies ist selbstverständlich auch Untreue gegenüber dem eigenen Ehepartner. Dann hat man eine Begierde in seinem Herzen, die man nicht in Treue tötet. Brich mit solchen Gedanken und Phantasien und liebe deinen Ehepartner! Jeder Mann sollte unendlich dankbar dafür sein, dass er eine gute Ehefrau hat, die eine gute Gesinnung hat und willig ist, die Kinder anzunehmen.