Hirte und Prophet

- Die Verbindung mit Gott bewahren

Hirte und Prophet

Die Verbindung mit Gott bewahren

Ein Diener des Herrn muss die Herzensverbindung mit Gott bewahren. Als Samuel einen der Söhne Isais zum König salben sollte, hatte er einen anderen Gedanken und ein anderes Verständnis, aber er war es gewohnt, nachzufragen und zu hören, was Gott sagte – bereits von seiner Kindheit an war Samuel hellhörig gewesen. Ohne diese Aufmerksamkeit und diesen Gehorsam wäre David nie König geworden. Samuels Einstellung war: „Rede, denn dein Knecht hört!” Nicht unser eigener Geschmack und unsere eigenen Gedanken sollen maßgebend sein. Manche denken, dass die Kraft in unserem Dienst in dem Vertrauen liegt, das man bei den Menschen hat. So ist es nicht. Wir sollen aus der Kraft dienen, die Gott uns gibt - darin liegt das Vertrauen! Das ist nicht das Vertrauen, das man bekommen kann, weil man mit den Menschen redet und nach deren Auffassung von Liebe und Güte gut zu ihnen ist. Ist man in diesem Punkt treu, werden die Menschen erkennen, dass Gott Vertrauen in die persönliche Treue des Betreffenden hat!

Wir verstehen, dass es keine geringe Strafe ist, in seinem Wachstum stehen zu bleiben und dann vor dem Volk zu dienen. Es gibt Menschen, die in der Zeit des neuen Bundes dafür arbeiten, die Linien des Leibes Christi im Äuße­ren aufrecht zu erhalten. Solche haben keinen Altar, von dem sie essen kön­nen und an dem Gott redet. In allen Briefen von Johan O. Smith merkt man, dass er Verbindung mit Gott hatte, und die Entwicklung der Gemeinde ist seit Smiths Tagen nach der Weise des Sauerteiges vor sich gegangen. Er hörte die Rede des Geistes und die, die ihn hörten, kamen zu Wachstum. Diene und lebe so, dass du von der Gunst des Volkes völlig unabhängig bist!

David hielt sich gerne in einer Höhle versteckt, aber wenn der Krieg kam, war er genau zur rechten Zeit zur Stelle. Er wurde ein Schrecken für die Leu­te, er war ein souveräner Taktiker. Sie wussten ihn nie zu greifen. So ist es auch mit den Dienern Gottes – sie sind wie der Wind. Man weiß nicht, was kommt und sie wissen es nicht einmal selbst. Sie verstehen, Gott nach den Wirkungen des Geistes zu dienen, und für fleischliche Menschen ist ihr Han­deln kaum vorherzusehen.

Fleischliche Menschen sollen in der Gemeinde nicht opponieren und schal­ten und walten dürfen. Sie gehören nicht in das Heiligtum hinein. Halten sie sich auf ihrem Platz, geht es gut mit ihnen. Sie müssen jedoch lernen, nicht über ihr Gebiet hinaus zu gehen. Wir müssen Krieger sein und im Geist der Einheit eng zusammen arbeiten. Lass dich nicht von fleischlichen Menschen beeinflussen, auch nicht von deinen Allernächsten. Wir führen die Kriege des Herrn um Christi willen und nicht um unsretwillen. Deshalb muss die Posau­ne einen deutlichen Ton geben. Die Verantwortlichen in einer Heimatgemeinde müssen eng zusammen arbeiten! Lass keinen bösen Verdacht aufkommen. Sonst entsteht Misstrauen. Einer für alle und alle für einen - so müssen wir mit den Waffen des Lichts kämpfen. Dann bekommt Satan keine Macht. Fleischliche Menschen in der Gemeinde müssen entweder gehorsam sein oder sie müssen gehen. Es ist ein Segen, wenn sie woandershin gehen, wenn sie das Herz nicht am rechten Fleck haben und obendrein in der Gemeinde Macht haben wollen. Der Lohn dafür, solche Menschen zu vertreiben, wird wohl ebenso groß sein, wie der Lohn dafür, andere Menschen zu erretten.

„Dies sind die Leute, welche Spaltungen hervorrufen, seelische Menschen, die den Geist nicht haben.” Judas 19 (Menge Übers.). Solche müssen auf ih­rem Platz gehalten werden, so dass innerhalb der Gemeinde Friede und Ord­nung sein können. Sei nicht ängstlich, wenn du die Kriege des Herrn führst. Sei gelöst von deinem Namen! Sei gelöst davon, dass du der liebevolle Bru­der sein sollst. Du bekommst vielleicht den Namen, gut zu sein, aber du bist kein Krieger, wenn du dich nicht mit deinen Brüdern vereinigst. Tun wir das, dann wird Gott es uns voll und ganz gelingen lassen. In der Bruderliebe sollen wir Liebe zu allen haben. Manche sind außerhalb der Bruderliebe und wollen doch irgendwie so gut zu allen Menschen sein. Das geht nicht, denn echte Liebe erkennt man daran, dass wir uns untereinander lieben. Solche beschnit­tenen Brüder und Schwestern können einander die Wahrheit sagen, aber sie fallen sich gegenseitig niemals in den Rücken. Es darf keine Falschheit ge­ben. Halte dich fern von Menschen mit einem falschen Geist. Solche müssen sich bekehren oder verschwinden. Mit den erleuchteten Augen des Herzens siehst du deren Falschheit und dann überlässt du die Herde nicht solchen Menschen.