Die Rede des Sohnes
„Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn.” Hebr. 1, 1. Durch die Rede des Sohnes ist für uns eine große Erlösung offenbart worden. Eine herrlichere Rede konnte Gott den Menschen nicht geben. Deshalb ergeht auch die Ermahnung dazu, nicht von dem wegzutreiben, was wir gehört haben. Wir werden dazu versucht, uns wegtreiben zu lassen, da die Rede vom Himmel uns zum Opferaltar hintreibt. Durch diese Rede bekommen wir zu sehen, was wir in unserem Fleisch opfern müssen, um Christus gleich gestaltet werden zu können. Es geht durch Leiden zur Herrlichkeit.
Gott hat uns nach dem freien Rat seines Willens vor Grundlegung dieser Welt auserwählt. Er hat es also ernst gemeint, als er uns auserwählt hat. Seine bestimmte Absicht ist, dass es für uns gelingen soll. Gott hat für die Auserwählten eine herrliche Zukunft geplant. Deshalb müssen wir an der Hoffnung des Evangeliums unerschütterlich festhalten, wenn die Lampe des Geistes durch Gottes Wort – auf den Vorhang scheint. Der Vorhang ist sein Fleisch. Durch den Geist wird auch das, was hinter dem Vorhang ist, offenbart. Wir bekommen zu sehen, zu welcher ewigen Herrlichkeit das Leiden im Fleisch führt. Wir hören die Rede vom Himmel und sehen hinein in die Herrlichkeit Christi.
Gott hat uns den heiligen Geist als Pfand auf unser Erbe gegeben und durch diesen können wir uns bereit machen. Lasst uns uns vor aller Oberflächlichkeit in Acht nehmen, so dass wir auch überall an unseren Heimatorten dem heiligen Geist gegenüber treu sind. Wir leben ja in der Zeit des Abschlusses, den Tagen, in denen die Braut sich bereit macht. Der Abschluss nähert sich. Wir sollen nicht Angst haben und bangen und auch nicht versuchen, den Tag der Wiederkunft Jesu auszurechnen, sondern wir sollen in Gemeinschaft mit dem heiligen Geist leben und dadurch die Erinnerungen und die Hilfe bekommen, die wir brauchen, um uns bereit zu machen.
Wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier. Die Geier erneuern sich in ihrem Geist und Sinn. Sie haben die Kraft, sich über alle irdischen Verhältnisse zu erheben. Die Geier wird Jesus sammeln, das sind die, die über dem Aas schweben. Im Aas ist das Sterben wirksam. Das Sterben Christi sollen wir allezeit in unseren Leibern tragen, und dadurch wird die Rede vom Himmel auch durch uns offenbar. Sie gebietet Tod über alles vom Fleisch, aber sie macht auch unseren Geist lebendig. Stehen wir in dieser Entwicklung, werden wir einen reichen Eingang in das Himmelreich bekommen.
