Männer des Geistes und die Schule des Geistes
1937 schrieb Johan O. Smith einen Artikel in „Skjulte Skatter” über die Hochschule auf dem Berg Zion. Er schließt den Artikel so ab: „Lasst nun die Schule auf dem Gipfel des Berges starken Zulauf bekommen. An der Hochschule werden jeden Tag neue Schüler aufgenommen. Man geht mit einem aufrichtigen Herzen und einem hörenden Ohr aus dem Lager und meldet sich bei ihm, der vom Himmel redet.” Hebr. 12, 22-25 und 13, 13.
Wie herrlich, dass auch heute die Gelegenheit besteht, dass man seine Ausbildung an dieser Hochschule des Geistes erhalten kann, an der wir zu Königen und Priestern für unseren Gott ausgebildet werden. „Personen mit Standesdünkel haben keinen Zutritt zur Hochschule zu Zion”, schreibt Johan O. Smith in dem Artikel. Von dem ausgehend, was er schreibt, verstehen wir, dass die, die geistlich arm sind, sich bei der kräftigen Kost an der Schule überaus wohl fühlen. Die reine unverfälschte Milch und danach die feste Speise bewirken, dass niemand unterernährt ist. Die Armut im Geist öffnet einem das Ohr für die Unterweisung des Geistes, und man wird darin unterwiesen, wie man geistliche Waffen schmieden kann, die im Dienste Gottes mächtig sind, Festungen und alles Hohe, das sich gegen die Erkenntnis Christi erhebt, zu zerstören.
Noah lebte in Gottesfurcht in den Tagen, als das Dichten und Trachten der Menschen böse war. Er tat in allen Einzelheiten, wie Gott sagte, und wandelte im Geist der Furcht. Er hatte vertraute Gemeinschaft mit Gott, und Gott konnte ihn warnen. Dies wurde zur Rettung für ihn selbst und sein ganzes Haus. Auch in unserer Zeit verstehen die Männer des Geistes, was sich in Christus regt. Sie haben ein Ohr, das hört, was der Geist den Gemeinden sagt und können deshalb als gute Haushalter Speise zur rechten Zeit geben.
Johan O. Smith schreibt in einem seiner Briefe: „Du sagst, dass sich hier „etwas zusammenbraut”. Ja, dasselbe habe ich auch in Horten und an anderen Orten bemerkt. Ich glaube, wir müssen einfach geradeaus steuern und mit unserem Dienst vor Gottes Angesicht fortfahren, auf keinem Gebiet etwas unterschlagen, sondern in dem Licht, das Gott geschenkt hat, treu sein, selbst wenn es so aussieht, als ob alles schief ginge. Wir haben nur dem Geist zu gehorchen und überhaupt keine Rücksicht auf Personen zu nehmen. Lass zusammenbrechen, was nicht bestehen kann. Wir müssen eingreifen, wann und wo und bei wem es auch sei. Der Geist muss über uns freies Verfügungsrecht haben, und wir brauchen die Folgen nicht zu fürchten.”
Nur dann, wenn der Geist volles Verfügungsrecht über uns hat, sind wir in der Lage, nach den Wirkungen des Geistes tätig zu werden und haben Kraft über uns, die Sünden unserer Zeit zu strafen. Diese Kraft fehlte Eli. Er hatte seine Söhne nicht zurechtgewiesen. Er bekam ein verstopftes Ohr und fiel aus seinem herrlichen Dienst. Gott in seinem Geist zu dienen, ist nur möglich, wenn wir von Menschen, Verwandtschaft und Freunden nach dem Fleisch frei sind. Alle Eitelkeit, alles Großseinwollen und alle Feigheit sind im Leben derer gekreuzigt, die zu einer solchen Aufgabe heranwachsen. Sie hassen alle Sünde, da diese so eine Distanz bewirken will, dass sie die Stimme des Bräutigams nicht hören. Sie sind rücksichtslos in ihrem Kampf gegen Sünde und Bosheit. Gleichzeitig sind sie voller Barmherzigkeit und Güte. Dies ist eine herrliche Kombination, die man an der Hochschule zu Zion lernt.
In den Verhältnissen des Lebens lassen sich solche Männer und Frauen im Ofen der Demütigung ausbilden und werden somit von allen Banden gelöst, die sie an das fleischliche Leben binden. Diejenigen, die ihre Ausbildung an der Schule des Geistes bekommen haben, sind ganz vertraut damit, gedemütigt zu werden. Sie sind damit vertraut, dass die Geistesmächte und die Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, versuchen, sie niederzudrücken. Sie sind auch in ihren Herzen davon überzeugt, dass diese Geistesmächte sie nicht erschüttern können. Sie sind dazu instand gesetzt, im Fleisch zu leiden und sind deshalb voll von Freudenöl. Sie sind im Innersten ihres Herzen davon überzeugt, dass Gott lebt und dass seine Wege vollkommen sind. Deshalb machen sie sich keine Sorgen. Sie kommen auch wie alle anderen Menschen in die Prüfungen des Lebens, aber sie vertrauen auf Gott, der alle Dinge kennt; er, der sie auch am bösen Tag in seiner Hütte verbirgt. Je mehr wir geistlich arm sind, desto mehr wird unser Ohr für diese Unterweisung des Geistes geöffnet – weit weg von aller Konkurrenz und allem Neid.
Lasst uns unseren Platz in Christi Leib finden und zur Ruhe kommen! Dort werden wir von allem Großseinwollen und aller Unruhe im Zusammenhang mit Macht, Ehre und Position freigemacht.
Lasst uns unsere Augen und Ohren nach innen wenden und nicht mit all dem beschäftigt sein, was im Lager geschieht. Dann wird der Geist der Kraft in unserem Inneren dauerhaft Wohnung nehmen. Wenn wir in den Lebensverhältnissen schwer zu tragen haben, dann ist es Demut, das, was uns beschwert, auf den Herrn zu werfen. Dann bekommen die Geistesmächte keine Macht über uns.
Es ist traurig, wenn man viele Jahre lang die Verkündigung gehört hat, ohne an dieser Unterweisung und Ausbildung des Geistes Anteil bekommen zu haben. Dann ist man auch nicht zu dem herangewachsen, ein Mann des Geistes zu werden. Dies ist etwas, unter das man sich demütigen muss und danach einen Beschluss im Herzen fassen und zu Gott sagen: „Ich will dir dienen, Gott, so weit du mir Gnade und Kraft gibst. Ich habe nicht hingehört, war nicht demütig genug, ich war so eifrig mit all dem Meinem, dass ich kein geöffnetes Ohr und auch keinen lebendig gemachten Geist bekommen habe. Ich will es ab jetzt ganz anders machen.” Eine solche Einstellung ist Gott wohlgefällig. Dann werden sich auch die Salbung und der Segen einstellen.
Lasst uns deshalb auf Zurechtweisung hören und unser Ohr der Unterweisung des Geistes zuwenden. In der Schule des Geistes werden wir unterrichtet von Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und von Gott, dem Richter über alle. Dies ist Unterweisung auf höchstem Niveau, die uns Wissen aus erster Hand über die himmlischen und ewigen Werte gibt. Sie gibt uns Würde zusammen mit dem Sohn in Zeit und Ewigkeit. Die Ursache dafür, dass es wenig Gesichte und wenig Geist der Offenbarung gibt, ist das verstopfte Ohr. Alle, die sich in geistlichen Verhältnissen auf ihren Verstand verlassen, gehen in die Irre.
