Hirte und Prophet

- Der Unterschied zwischen den wahren und den falschen Propheten

Hirte und Prophet

Der Unterschied zwischen den wahren und den falschen Propheten

„Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt. Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott; und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt.” 1. Joh. 4, 1-3.

Den falschen Propheten fehlt das Zeugnis des Blutes. Deswegen können sie auch nicht bekennen, dass Jesus Christus ins Fleisch gekommen ist. „Dieser ist’s, der gekommen ist durch Wasser und Blut, Jesus Christus; nicht im Was­ser allein, sondern im Wasser und im Blut; und der Geist ist’s, der das be­zeugt, denn der Geist ist die Wahrheit. Denn drei sind, die das bezeugen: der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei stimmen überein. Wenn wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis doch größer; denn das ist Gottes Zeugnis, dass er Zeugnis gegeben hat von seinem Sohn. Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat dieses Zeugnis in sich. Wer Gott nicht glaubt, der macht ihn zum Lügner; denn er glaubt nicht dem Zeugnis, das Gott gege­ben hat von seinem Sohn.” 1. Joh. 5, 6-10.

Alle wahren Propheten haben das Zeugnis von Gottes Sohn in sich. Das bedeutet, dass das Wort in ihnen Fleisch geworden ist und dass sie so weit wie sie Licht haben, das Leben führen, von dem sie reden. Hier scheiden sich die falschen Propheten von den wahren. Die falschen Propheten verkündigen ein Evangelium ohne Gebote. „Und das ist die Liebe, dass wir leben nach seinen Geboten; das ist das Gebot, wie ihr’s gehört habt von Anfang an, dass ihr darin lebt. Denn viele Verführer sind in die Welt ausgegangen, die nicht be­kennen, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist. Das ist der Verfüh­rer und der Antichrist.” 2. Joh. 6-7.

„Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.” Matth. 7, 15. Der Wolf hat nichts zu geben. Die Natur des Wolfes ist zu nehmen. Deshalb kommen die Wölfe gern im Schafspelz daher, um ihre wahre Natur zu verbergen. Jesus benutzt deshalb folgendes Bild: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlech­te Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.” Matth. 7, 16-20.

„Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!” Matth. 7, 22-23. Ihr Unrecht bestand darin, dass sie das Wort nicht auslebten. „Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.” Matth. 7, 24.

Der Prophet arbeitet unermüdlich – er erbaut die Gemeinde und ermahnt und tröstet. Gott hat durch alle Jahre hindurch Propheten benutzt, um das Volk vor den Sünden der jeweiligen Zeit zu warnen. „Der Herr aber sandte Propheten zu ihnen, dass sie sich zum Herrn bekehren sollten, und sie er­mahnten sie, aber sie nahmen’s nicht zu Ohren.” 2. Chron. 29, 19. Der Pro­phet wird auf Grund seines wachen Auges und seines furchtlosen Dienstes oft das gewohnte und sorglose Dasein der anderen stören. Die, die ein Verlangen nach göttlichem Leben in ihrem Herzen haben, sind von Herzen dankbar für Gottes Propheten. Sie seufzen in ihrem Herzen oft zu Gott und beten: Möge Gott seine Propheten stärken!

„Bläst man etwa die Posaune in einer Stadt und das Volk entsetzt sich nicht? Ist etwa ein Unglück in der Stadt, das der Herr nicht tut? – Gott der Herr tut nichts, er offenbare denn seinen Ratschluss den Propheten, seinen Knechten. Der Löwe brüllt, wer sollte sich nicht fürchten? Gott der Herr redet, wer sollte nicht Prophet werden?” Amos 3, 6-8. Oberflächliche Menschen fühlen sich durch das Wirken des Propheten gestört, während die Ganzherzigen dadurch zur Tat und zum Kampf erweckt werden.

Wer nicht selbst ein Prophet ist, sollte sich 2. Chr. 20, 20 zu Herzen neh­men: „Glaubet an den Herrn, euren Gott, so werdet ihr sicher sein, und glau­bet seinen Propheten, so wird es euch gelingen!”