Wie viele Hirten?
Eigentlich sollten alle Hirten sein – das bedeutet, dass alle Fürsorge haben sollten. Zu diesem sollen wir die Geschwister stärken und es ihnen ins Bewusstsein rufen. Jesus ist der Oberhirte. Unser Hirtendienst wird in dem Maß gestärkt, wie wir Verbindung zum Oberhirten haben. Das Ziel ist, so zu arbeiten, dass alle Geschwister Verbindung mit dem Oberhirten bekommen. Eine Hauptsache für einen Hirten ist, dass er sein Leben in der ersten Liebe lebt und sorgfältig darauf bedacht ist, die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens zu wahren. In einem solchen Herz wird sich der Oberhirte so offenbaren, dass in Gottes Haus Speise ist. Um Frieden in einer Gemeinde zu bewahren, ist es wichtig, dass die Schafe Speise finden, wenn sie sich versammeln. Dann werden die Zusammenkünfte zu einem natürlichen Sammelpunkt für die Schafe. Die guten Hirten arbeiten so, dass der Einzelne zu dem Teil und der Wirksamkeit im Leibe und der Arbeit dort gelangt, die ihm zugemessen sind – das wird den ganzen Leib stärken.
Ein Hirte sollte das Aussehen seiner Schafe genau kennen. So kann er zur rechten Zeit die richtige Speise bringen. „Der Herr aber sprach: Wer ist denn der weise kluge Verwalter, den der Herr über seine Leute setzt, damit er ihnen zur rechten Zeit gibt, was ihnen zusteht.” Luk. 12, 42. Es gibt einen Hirtendienst und eine Haushaltung für den Vorhof, und einen anderen Hirtendienst und eine andere Haushaltung für das Heiligtum. Es ist wichtig, einen Sinn dafür zu entwickeln. „Und alles, was Feuer verträgt, sollt ihr durch das Feuer gehen lassen, so wird es rein; nur dass es mit dem Reinigungswasser entsündigt werde. Aber alles, was Feuer nicht verträgt, sollt ihr durchs Wasser gehen lassen.” 4. Mos. 31, 23. Es ist wichtig, dass man in seinem Hirtendienst ein Haushalter ist. Ohne einen Sinn dafür begeht man schnell grobe Fehlgriffe und tritt den Menschen zu nahe.
„Desgleichen, ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter. Alle aber miteinander haltet fest an der Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.” 1. Petr. 5, 5-6. Bei allem, was man tut in der Gemeinde, ist es wichtig, dieses Gesetz zu verstehen, so dass man sich untereinander unterordnet. Auf diese Weise kann man viele Konflikte vermeiden.
In der Jugendschar ist es wichtig, dass die älteren Jugendlichen Hirten für die Jüngeren werden und dass sie selbst in Verbindung mit der Gemeindeleitung stehen. Umgekehrt ist es gut für den Gemeindeleiter, Gemeinschaft mit denen zu haben, die mit den Kindern und Jugendlichen arbeiten. Lasse sie spüren, dass sie geschätzt werden und lasse sie sich in die Gesamtheit einbezogen fühlen. Bringe zum Ausdruck, dass du Glauben hast für den Einzelnen, und lass sie das auch spüren. Paulus ermahnte jeden Menschen – nicht nur ein paar Auserwählte. Es ist sehr wichtig, dass sich alle mit einbezogen fühlen.
Für alle Hirten ist es wichtig, auf die Zeugnisse zu hören, so dass man merkt, wenn jemand anfängt abzugleiten. Bediene dich derer, die besonders guten Kontakt zu solchen haben und lass sie mit ihnen arbeiten.
„Weidet die Herde Gottes, die euch anbefohlen ist; achtet auf sie, nicht gezwungen, sondern freiwillig, wie es Gott gefällt; nicht um schändlichen Gewinns willen, sondern von Herzensgrund; nicht als Herren über die Gemeinde, sondern als Vorbilder der Herde.” 1. Petr. 5, 2-3. Wir sollen weiden und Acht haben, aber auf so eine Weise, dass alle spüren, dass wir ein Herz für die Schafe haben.
„Aber ich achte mein Leben nicht der Rede wert, wenn ich nur meinen Lauf vollende und das Amt ausrichte, das ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, zu bezeugen das Evangelium von der Gnade Gottes.” Apg. 20, 24. Der Hirte selbst muss in der Erniedrigung und Heiligung stehen und mitten in seinem Dienst mit seiner eigenen Erlösung beschäftigt sein. „So habt nun Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist eingesetzt hat zu Bischöfen, zu weiden die Gemeinde Gottes, die er durch sein eigenes Blut erworben hat.” Apg. 20, 28.
Die Seelen, mit denen wir arbeiten, hat Jesus durch sein eigenes Blut erworben. Sei behutsam und habe ein Herz für den Einzelnen. Führe sie zu Wasserquellen und grünen Auen, damit sie Nahrung und Wachstum bekommen. Verschone sie vor den reißenden Wölfen, die verderben und schaden. Wir haben Jesu Gebot, die Lämmer und Schafe zu weiden und zu hüten. Sie sollen vielseitige Nahrung bekommen, so dass sie alle heranwachsen können.
